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RAPEX-Jahresbericht 2010: Meldungen der gefährlichen Produkte steigen

Das EU-weite Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte (RAPEX) arbeitet immer effizienter: 2010 wurden insgesamt 2244 unsichere Produkte verboten, vom Markt genommen oder zurückgerufen, was einen neuen Rekord und einen Anstieg um 13 % im Vergleich zu 2009 bedeutet. Dies geht aus dem kürzlich von der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz veröffentlichten RAPEX-Jahresbericht 2010 hervor.

RAPEX ist das europäisches Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte, ausgenommen Lebensmittel, Nahrungs- und Arzneimittel sowie medizinische Geräte, das dank der Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Europäischen Union dafür sorgt, dass Informationen über auf dem europäischen Markt angebotene, für die Sicherheit und Gesundheit der Konsumenten gefährliche Produkte, schnell verbreitet werden.

Wenn auf dem Markt eines Mitgliedstaates ein gefährliches Produkt auftaucht, ergreift die zuständige nationale Behörde zuerst geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahr für die Verbraucher: das Produkt wird vom Markt genommen, eine Rückrufaktion für bereits verkaufte Produkte wird gestartet oder eine Warnung ausgesprochen. In der Folge informiert die nationale Kontaktstelle die Europäische Kommission (die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz) über das gefährliche Produkt sowie dessen Risiken. In Italien befindet sich die nationale Kontaktstelle beim Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung.

Jeden Freitag veröffentlicht die EU-Kommission auf ihrer Internetseite eine Zusammenfassung der als gefährlich eingestuften Produkte, welche die nationalen Behörden der Mitgliedstaaten durch das Warnsystem RAPEX angezeigt haben, sowie die von den Staaten eingeleiteten Maßnahmen (http://ec.europa.eu).

2010 waren Bekleidung und Textilien (625 Warnmeldungen) unter den am häufigsten gemeldeten Produkten (Erstickungs- und Reizungsgefahr), gefolgt von Spielzeug (488 Warnmeldungen - hauptsächlich Erstickungsgefahr) und Motorfahrzeuge (175 Warnmeldungen - Verletzungsrisiko). Diese drei Kategorien machten 66 % aller Meldungen zu besonders gefährlichen Produkten aus. An vierter Stelle mit 158 Meldungen folgte die Produktkategorie Elektroartikel (Gefahr von Stromschlägen).

Was die Ursprungsländer der Produkte anbelangt, so ist auch 2010 China ganz oben in der Liste, obwohl der Anteil der chinesischen Produkte im letzten Jahr leicht, um 2 Prozentpunkte, gesunken ist - von 60 % im Jahr 2009 auf 58 % im Jahr 2010. 17 % der Produkte waren europäischen Ursprungs, 10 % unbekannten Ursprungs und 15 % stammten aus Drittländern.

Was die Meldungen anbelangt waren 2010 Deutschland (204 Meldungen), Bulgarien (192), Ungarn (191), Zypern (178) und Griechenland (159) am aktivsten. 47 % aller RAPEX-Meldungen zu besonders gefährlichen Produkten stammen aus diesen Ländern. Italien tätigte letztes Jahr 88 Meldungen.

Den vollständigen RAPEX-Jahresbericht 2010 in deutscher Sprache finden Sie auf der Seite der Europäischen Kommission.

Bozen, 26.05.2011
Presse



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