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Online Betrügereien: neue Strategien gefunden!Dass kleinere und größere online Betrügereien leider auf der Tagesordnung stehen, ist glücklicherweise den meisten Internet-Nutzern bekannt. Und eben aufgrund dieser steigenden Achtsamkeit und Skepsis werden auch das Repertoire und der Einfallsreichtum der Betrüger immer größer. Lang ist es nicht mehr nur der betrogene Käufer, der sein Geld los ist während von der Ware keine Spur ist.Wir sind gewohnt den "Bösen" immer auf der Verkäufer-Seite zu vermuten. Die jüngsten Erfahrungsberichte und Fälle belehren uns eines Besseren. Tatort: online Plattformen - sei es italienische als auch internationale - zum An- und Verkauf von Fahrzeugen aller Art; Täter: Käufer; zum Tathergang: Herr K bietet seinen PKW zum Verkauf an und wird in gebrochenem Italienisch von einem rumänischen Interessenten kontaktiert, der scheinbar bedingungslos die gesamte Kaufsumme auf das Konto des italienischen Anbieters überweisen möchte. Soweit, so (zu) gut. Der italienische Verkäufer erhält daraufhin einen Anruf der rumänischen Bank des Käufers: der mutmaßliche Bankbeamte berichtet sehr plausibel von Problemen bei der Abwicklung der Überweisung und spricht von einem Betrag über Euro 700,00, der zu zahlen sei, damit die Kaufsumme auf das italienische Konto gutgeschrieben werden könne. Herr K versucht sich zwar zunächst die Forderung durch die nicht vorhandene Euro-Währung in Rumänien zu erklären, nimmt aber letztendlich dennoch den Telefonhörer zur Hand und berichtet dem Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) von seinem Fall. Für den Verkäufer scheint das Geschäft bereits abgeschlossen. Er ist demnach empfänglicher einen Lösungsansatz bei Problemen, die sich ergeben können, zu akzeptieren, auch wenn sie mit einem geringen Verlust verbunden sind. Noch dazu wird ein persönlicher Kontakt hergestellt: die Bank des rumänischen Käufers meldet sich. Die nötigen Fallen sind somit bei Tausenden von Internetnutzern gestellt: bleibt lediglich abzuwarten, wie viele tatsächlich "reintappen". Herrn K hat seine Skepsis geholfen, wobei unser Zentrum imstande war, ihn in seinen Befürchtungen auch durch ähnliche Erfahrungsberichte glaubwürdig zu bestärken. Wäre Herr K auf die Forderung des Käufers eingegangen, so hätte auch das kontaktierte EVZ keine weitere Handhabe, denn eine von uns formulierte an den Betrüger adressierte Mahnung wäre wohl sinnlos. Auch wenn der Verbraucher sicherlich in den letzten Jahren die Gefahr um einiges früher wittert und die Vorab-Information an Bedeutung gewonnen hat, müssen sich die Verbraucherzentren zusammen mit den Verbrauchern auf unerwartete und immer raffiniertere Tricks einstellen, denn der Verkäufer ist nun nicht mehr automatisch der Stärkere, und zuvorkommende Angebote stellen sich oft als wirksames Mittel zu kriminellem Zweck heraus. Das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen steht für weitere Informationen von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0471/980939 oder unter info@euroconsumatori.org zur Verfügung. Bozen, 18.10.2011 Presse-Information
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