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Verbrauchertelegramm Europa-Ausgabe

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MÄRZ 2004

Redaktion: Europäisches Verbraucherzentrum

PRODUKTSICHERHEIT

Wöchentliche Information über gefährliche Produkte

Rund 150 Produkte wie Spielzeuge, Geräte, Haushaltsartikel, Textilerzeugnisse und Einrichtungsgegenstände werden jährlich der Europäischen Kommission gemeldet, die in 60% der Fälle zu Erstickung, Beeinträchtigung der Atemwege, Stromschlägen oder Verbrennungen führen. Die Kommission möchte deshalb ab sofort stärker informieren: mit einem wöchentlichen Bericht, der für alle zugänglich ist.
Die ersten Nummern können bereits auf der Homepage der Europäischen Kommission gelesen werden.

BETRUGSFALL

Rote Karte für Kartenbetrüger


In einer Aussendung warnen die portugiesischen Kollegen (Centro Europeu Do Consumidor) des EVZ Bozen vor Firmen, die scheinbar Eintrittskarten für die Fußball Europameisterschaft verkaufen, dies aber technisch gar nicht können. Denn der Vertrieb der Tickets ist nur der Gesellschaft Euro 2004 S.A. (www.euro2004.com ) und den nationalen Fußballverbänden erlaubt.
Schon bei den vergangenen Europa- und Weltmeisterschaften mussten viele Fußballfreunde vor dem Stadium feststellen, dass sie einem betrügerischen Verkäufer aufgesessen waren, und zwar nach dem Motto. Geld weg – Sitzplatz weg – Verkäufer spurlos verschwunden!

JUGEND

www.yomag.net feiert 5. Geburtstag


Das Online-Verbrauchermagazin www.yomag.net feierte kürzlich seinen fünften Geburtstag. Das EVZ und die VZS koordinieren das europaweit einmalige Internetprojekt in Italien.
Im Rahmen dieses Projektes schreiben Jugendliche für Jugendliche zu allen Themen des Konsums. Die Themenpalette der insgesamt 2.000 Artikel – darunter mehr als 120 aus Südtirol - reicht vom einfachen Urlaubsbericht, Doping, Alkoholismus, Tierschmuggel bis zur Gentechnik und Fragen rund um den aktuellen Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit. Die AutorInnen stammen aus zwölf europäischen Ländern. Seit 2004 beteiligen sich erstmals auch SchülerInnen aus Mittel- und Osteuropa. Die LeserInnen kommen aus allen Ländern der Welt.

VERSICHERUNGEN

Rechtsschutz im Ausland

Gerade für VerbraucherInnen ist eine Rechtsschutzversicherung für die Abdeckung der Prozesskosten im Streitfall wichtig, denn selten stehen bei Konsumproblemen der Streitwert und die Anwaltskosten in einem zumutbaren Verhältnis. Dies nützt so manches Unternehmen aus, um rechtlich korrekte Forderungen der KonsumentInnen in den Wind zu schlagen, denn die Wahrscheinlichkeit verklagt zu werden ist gering.
Immer mehr VerbraucherInnen schließen deshalb eine Rechtsschutzversicherung ab. Dabei sollte aber der Schutz unbedingt auch auf die EU ausgedehnt werden: denn immer öfters befinden oder kaufen wir außerhalb unseres Landes ein.

FALL DES MONATS

Luftiger Online-Unternehmer

Nachdem ein Verbraucher im Onlineshop einer deutschen Firma einen Laptop bestellt hatte, fiel ihm auf, dass er eine Anschrift oder Telefonnummer der Firma weder auf deren Homepage noch in den deutschen Gelben Seiten finden konnte. Da die Bezahlung per Vorkasse erfolgen sollte und die Furcht vor einem Betrugsfall berechtigt war, riet ihm das EVZ, die Bezahlung mittels eines Treuhanddienstes durchzuführen. Obwohl die Kosten für diesen Dienst nur vom Konsumenten getragen werden, drohte ihm der deutsche Unternehmer mit einer Anzeige wegen Betrug. Es folgte ein reger E-Mail-Verkehr, in welchem der Verbraucher sehr wohl seine Absicht mittels Treuhandservice zu überweisen bekundete, in welchem das deutsche Unternehmen aber mit Mahnungen und Androhungen von rechtlichen Schritten antwortete. Erst als das EVZ die Firma aufforderte, entweder ihren Rechtsitz bekannt zu geben oder dem Treuhandservice zu zustimmen, und darauf aufmerksam machte, dass der Unternehmer wegen versuchten Betruges angezeigt werden konnte, blieben weitere Meldungen aus. Weitere Recherchen ergaben, dass die Firma überhaupt nicht existierte.



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