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Verbrauchertelegramm Europa-AusgabeUm monatlich über die Neuigkeiten im europäischen Verbraucherschutz informiert zu sein, abonnieren Sie kostenlos das Verbrauchertelegramm als Newsletter.NOVEMBER 2001Redaktion: Europäisches VerbraucherzentrumFall des Monats Vorsicht bei vouchers mit mehreren Flugtickets!!Auf einem Flug von Miami nach Mailand wird einem italienischem Konsumenten aus Versehen vom Flugpersonal nicht das für jenen Flug zutreffenden Ticket aus dem voucher gerissen, sondern das Ticket für den Rückflug von Amsterdam nach Miami. Tatsächlich hat der Reisende noch vor, nach einigen Tagen Aufenthalt in Italien, erst nach Amsterdam zu fliegen, um von dort aus in die Staaten zurück zu reisen. Glücklicherweise entdeckt der Betroffenen das Missgeschick gleich nach dem ersten Flug und ruft prompt bei der Fluggesellschaft an, die ihn in die USA fliegen soll. Diese erklärt ihm aber, dass er ohne sein Ticket nicht an Bord gehen dürfe, gegen Bezahlung eines saftigen Aufpreises wäre sie aber breit, ihm den Flugschein erneut auszustellen. Verzweifelt wendet sich der Verbraucher an unser Zentrum. Erst nach mehrmaligem Anrufen bei der Fluggesellschaft, welche das Missgeschick verursacht hat, kommt es zu einer Absprache zwischen den beiden Airlines und zu einem Neuaußtellen des Tickets ohne Aufpreis für den Reisenden.Euro Wohin mit den Lire-Münzen und den Münzen andere EU-Länder?Wer zu Hause ein mehr oder weniger pralles Sparschwein mit Lire-Münzen besitzt, der wird sich schon Gedanken gemacht haben, ob man diese nicht besser vor Ende dieses Jahres auf das eigene Konto einzahlt. Denn es gab bis vor kurzem keine Gewissheit, ob alle Banken ab kommenden Januar das Kleingeld annehmen würden. Der italienische Bankenverband hat vor kurzem nun bekannt gegeben, dass die Geldinstitute Italienweit auch die Münzen in der Übergangszeit kostenlos in Euro wechseln werden. In vielen Geldbeuteln klingeln aber auch noch DM-, Schilling- oder Münzen anderer Euroländer. Wer keine Gelegenheit hat in den nächsten Monaten dieses Kleingeld auf einer Reise auszugeben, wird sich nach der endgültigen Einführung des Euro an die jeweils zuständige Zentralbank (für den Schilling z.B. die österreichische Nationalbank) wenden müssen.Pyramidensystem Vanilla: Das "Gold-Akkumulationsprogramm" nur ein Betrug?Gestützt auf die Anzeigen des EVZ (damals Eurokons - 1999) und einiger geprellten Konsumentinnen und Konsumenten konnte die Bozner Finanzwache gegen 2 Südtiroler und einem österreichischem Bürger wegen Verdacht auf Betrug ermitteln. Diese hatten das europaweit verbreitete Pyramidensystem Vanilla mit dem "Gold-Akkumulations-programm" nach Südtirol und Oberitalien gebracht und hier auch verwaltet. Nach monatelangen Untersuchungen konnten die Beamten der Finanzwache gegen obengenannte Personen genug Beweise sammeln, die einen Betrug in der Höhe von Hunderte von Millionen auf Kosten vieler südtiroler Verbraucherinnen und Verbraucher belegen. In den letzten Tagen kam es dann zur Verhaftung der Verantwortlichen. Was vielen nicht bewusst ist: in unserem Land sind mehrere Systeme tätig, die als Ziel nur eins haben, sich nämlich auf Kosten der anderen zu bereichern. Zu diesem Zweck stellen wir ein Infoblatt zur Verfügung, das den Bürgerinnen und Bürgern helfen soll, diese Systeme zu durchschauen.Internet Afrikanische Verbrecherbanden gehen über e-mail oder Fax an Europäer auf die Geldjagd!Die Täter schicken Europäern ein Fax oder ein Email aus Nigeria oder aus einem anderen afrikanischen Land. Der Absender gibt vor, ein leitendes Mitglied einer wichtigen staatlichen Institution zu sein, das irgendwelche Gelder vor irgendwelchen Rebellen in Sicherheit bringen muss. Dazu braucht er das Konto des europ. Adressaten, sozusagen, um das Geld dort zu parken. Für diesen Dienst verspricht man dem Adressaten einen Bonus in Millionenhöhe. Die Übeltäter gaukeln der Kontaktperson vor, von ihr vorher noch einige Anzahlungen in Millionenhöhe zu benötigen. Tatsächlich sind die Gauner nur an diese Anzahlungen interessiert, denn das große Geld hat noch keiner in Europa gesehen.
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