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Verbrauchertelegramm Europa-Ausgabe

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Verbrauchertelegramm Europa-Ausgabe Mai 2008

Beilage zur Europa-Ausgabe Nr. 33 - Redaktion: Europäisches Verbraucherzentrum Bozen (Italien)


PRODUKTSICHERHEIT

RAPEX - Jahresbericht veröffentlicht

Aus dem kürzlich von der Europäischen Kommission vorgestellten Jahresbericht 2007 zum Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte RAPEX geht hervor, dass im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der in der EU vom Markt genommenen gefährlichen Produkte um 53% angestiegen ist.
Das Gefälle zwischen den Ländern mit den meisten Meldungen und jenen, von denen die wenigsten Warnungen übermittelt werden, konnte im vergangenen Jahr merklich abgebaut werden. Aktivster Mitwirkender im RAPEX-Verbund war Deutschland mit 163 Meldungen (das sind etwa 12 %), gefolgt - mit jeweils rund 8% - von Griechenland (115 Meldungen), der Slowakei (114 Meldungen), Ungarn (109 Meldungen) und Spanien (108 Meldungen).
Insgesamt sind 1605 Warnmeldungen eingegangen. Die mit Abstand häufigsten betrafen Spielzeuge, gefolgt von Motorfahrzeugen, Elektroartikeln und Kosmetika. Erneut war China das Land, aus dem mehr als die Hälfe aller für gefährlich befundenen Produkte stammten (700 Meldungen).
Im letzten Jahr hat die Kommission ihre Zusammenarbeit mit China auf dem Gebiet der Produktsicherheit wesentlich intensiviert. So konnte nach dem ersten Amtsbesuch von Kommissarin Meglena Kuneva in China im Juni 2007 ein neues System zur vierteljährlichen Berichterstattung über die von den chinesischen Behörden ergriffenen Ermittlungs- und Abhilfemaßnahmen geschaffen werden.
Für 2008 kündigte die Kommissarin u. a. eine Erweiterung der bisherigen Vereinbarung zwischen der EU und China über den Austausch von Informationen und eine Dreier-Spitzenkonferenz (EU, USA und China) über Produktsicherheit im November 2008 in Brüssel an.


FLUGVERKEHR

Erreichbar auch über den Wolken

Auf Flügen innerhalb der EU wird es künftig möglich sein, mit dem Handy zu telefonieren sowie Nachrichten zu verschicken und zu empfangen. Die Europäische Kommission hat nämlich entsprechende Vorschriften erlassen.
Voraussetzung für das Telefonieren über den Wolken wird die Installation einer Basisstation an Bord, die ihrerseits via Satellit mit einer Bodenstation kommuniziert, und verhindert, dass die Handys eine Direktverbindung mit einem terrestrischen Mobilfunknetz aufbauen. Dadurch wird die Sendeleistung der Mobiltelefone dermaßen gering gehalten, dass die Sicherheit der Flugzeugausrüstung und der normale Betrieb terrestrischer Mobilfunknetze nicht beeinträchtigt wird.
Was die Kosten dieses Dienstes betrifft, liegt es am jeweiligen Mobilfunkbetreiber des Nutzers diese festzulegen. Dazu die EU-Kommissarin für Telekommunikation Viviane Reding: "Von Seiten der Betreiber erwarten wir nun eine transparente und innovative Preisgestaltung. Mobilfunkdienste in Flugzeugen können eine sehr interessante neue Dienstleistung darstellen, insbesondere für Geschäftsreisende, die stets und überall erreichbar sein müssen. Sie wird jedoch nur dann Erfolg haben, wenn den Verbrauchern dafür nicht überhöhte Preise in Rechnung gestellt werden."
Außerdem appelliert die Kommissarin an die Fluggesellschaften und Mobilfunkanbieter, an Bord der Flugzeuge für angemessene Bedingungen zu sorgen, damit andere Fluggäste durch die Nutzung von Mobilfunkdiensten nicht gestört werden.


AUSLÄNDISCHE LOTTERIEN

Kauf von ausländischen Loszertifikaten in Italien nach wie vor verboten

In letzter Zeit haben sich wieder vermehrt KonsumentInnen Hilfe suchend an das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen gewandt, da sie telefonisch oder schriftlich von Anbietern ausländischer Lotteriescheinen kontaktiert wurden. Obwohl diese Anbieter das Gegenteil behaupten, ist in Italien sowohl der Verkauf als auch der Ankauf von ausländischen Loszertifikaten verboten und wird bestraft, auch wenn die entsprechenden Gesetzesquellen schon etwas angestaubt scheinen, den hoheitlichen Namen "königliches Dekret" (regio decreto) tragen und aus dem Jahr 1938 stammen.
Unser Tipp daher: Sollte Ihnen ein Schreiben einer ausländischen Lotteriegesellschaft ins Haus flattern, so werfen Sie dieses am besten sofort in den Mülleimer.



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