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Verbrauchertelegramm Europa-Ausgabe

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Verbrauchertelegramm Europa-Ausgabe März 2010

Beilage zur Europa-Ausgabe Nr. 19 - Redaktion: Europäisches Verbraucherzentrum Bozen (Italien)



INTERNETBETRUG

Die Falle lauert online - Die iPhone - Masche

Die Kollegen des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) Österreich vermelden in einer kürzlich ausgesandten Pressemitteilung die Zunahme der Beschwerden von Konsumenten, welche Opfer von Internetbetrügern geworden sind. Begehrte Waren, wie zum Beispiel iPhones, werden im Internet zum halben Preis angeboten - von vermeintlichen Unternehmen oder auch von Privatpersonen. Aber Achtung: Geschenkt gibt es auch im Internet nichts! Gerade bei vermeintlichen Schnäppchen heißt es, immer die Augen offen zu halten.
Bezahlt werden soll mittels Bargeldtransferservices wie Western Union oder Money Gram. Später folgt etwa noch die Mitteilung eines vermeintlichen Paketdienstes, dass Zollgebühren fällig seien. So jedenfalls erging es einer österreichischen Konsumentin, die erst zu diesem Zeitpunkt Verdacht schöpfte, denn innerhalb der EU gibt es bekanntlich keine Zollgebühren. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Verbraucherin jedoch bereits 400 Euro überwiesen.
Noch schlimmer erging es einem Konsumenten, der sich an das EVZ Italien - Büro Bozen gewandt hatte. Auch er fand im Internet ein günstiges Angebot des beliebten iPhones und zahlte zunächst 400 Euro (davon saftige 50 Euro für den Versand aus dem fernen England), natürlich mittels Western Union. Daraufhin wurden ihm 8 Telefone zu einem Toppreis angeboten; die könnte er dann ja an Bekannte weitergeben. Unser Verbraucher willigte ein und zahlte nochmals, auf die Lieferung wartete er aber vergebens. Auch er sollte für Zollgebühren, Mehrwertssteuer, Frachtgebühren usw. immer weitere Zahlungen vornehmen. Als es ihm schließlich zu bunt wurde und er Verdacht schöpfte, hatte er bereits 4500 Euro überwiesen.
Werden bei Internetkäufen oder beim Abschluss anderer Verträge Bargeldtransfers mittels Western Union oder Money Gram verlangt, sollten bei den Verbrauchern sofort die Alarmglocken läuten. Diese Bargeldtransferservices sind für Zahlungen an Unbekannte ungeeignet und werden oft für Betrügereien missbraucht.


DIE BROSCHÜREN DES EVZ

Informationen zum überall hin mitnehmen

Wer sich die kostenlosen Broschüren des Europäischen Verbraucherzentrums besorgt, ist rundum gut informiert. Die Ratgeber liegen im Büro des EVZ in der Brennerstraße 3 in Bozen auf, werden auf Anfrage an info@euroconsumatori.org als PDF Datei zugeschickt oder bei vorheriger Zusendung einer italienischen Briefmarke im Wert von 1,40 Euro mit der Post zugesandt.
Folgende Broschüren sind momentan erhältlich:
Autoselbstimport aus der EU, Autoselbstimport aus der EU - Teil II, E-Commerce, Immobilienkauf in Italien, Pauschalreisen und Zahlungsmittel im In- und Ausland.


Fall des Monats

Eine deutsche Verbraucherin brachte vom Urlaub in den Schweizer Bergen als Shoppingsouvenir eine Tasche einer italienischen Nobelmarke mit nach Hause.
Als die Tasche einen Mangel aufwies, brachte sie diese in das Hamburger Geschäft des italienischen Herstellers, das ihr zunächst anbot, die Tasche zu reparieren, gegen eine Beteiligung an den Kosten von mehreren hundert Euro. Die Verbraucherin lehnte ab und betraute über das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland das EVZ Bozen mit der Angelegenheit.
Dieses kontaktierte direkt den Hersteller, der sich sofort sehr kooperativ zeigte und alles daran setzte, die Verbraucherin zufrieden zu stellen, was dann auch vollends gelang: eine Mitarbeiterin der italienischen Nobelmarke veranlasste die kostenlose Reparatur der Tasche in den italienischen Werkstätten und kümmerte sich danach um die sofortige Rücksendung derselben an das Hamburger Geschäft, wo sie freudestrahlend von der Verbraucherin in Empfang genommen wurde. Ja, so sieht wohl wahre Kunden- und Verbraucherfreundlichkeit aus!



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