Kettenbrief:"Rekordversuch eines krebskranken Kindes"
erweist sich als Falschmeldung !In Südtirol zirkuliert derzeit ein Brief, mit welchem ein angeblicher Rekordversuch eines krebskranken Kindes unterstützt werden soll: dieses Kind möchte mit seiner Visitenkartensammlung ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen werden.
Das Schreiben flattert ins Haus mit der Bitte, eine Visitenkarte oder den Briefkopf an ein Krankenhaus in Österreich zu schicken, sowie das Schreiben selbst an 10 Firmen oder Vereine weiterzuleiten. Selbiges Krankenhaus garantiert laut Schreiben auch für die Richtigkeit des Briefes.
Eine Nachfrage des Europäsichen Verbraucherzentrums (EVZ) bei der Leiterin des Krankenhauses ergab, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. "Schmeissen Sie den Brief bitte weg, es ist alles falsch!" - das waren die Worte der Krankenhausleiterin. Stutzig sei man beim EVZ geworden, da der Inhalt des Schreibens aufs Haar einem Fall glich, der schon vor Jahren als Falschmeldung entlarvt wurde.
Solche Tränendrüsenbriefe - ob sie nun per Post oder e-mail eintrudeln - sind dem EVZ schon länger ein Dorn im Auge: kaum einer der Briefe hat einen wahrhaftigen Hintergrund, und sie vergeuden nur Zeit und Geld. Wer wirklich helfen will, der sollte sich am besten an eine entsprechende Organisation wenden - deren gibt es genug.
Weitere Informationen zum Thema Kettenbriefe finden sie auf der Homepage des EVZ.
Europäisches Verbraucherzentrum Bozen Tel. 0471-980939, info@euroconsumatori.org.
31.10.2002
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