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Paracelsus-Schule für Natur- oder Heilpraktiker unter Beschuß
Konsumentenschützer in Österreich reichen Klage ein

"Für Interessierte und zum Helfen Berufene bietet Europas größte und renommierteste Schule auf dem naturheilkundlichen Sektor Ausbildungen und Seminare an", mit diesem Werbeslogan in der Südtiroler Tagespresse stieß die Paracelsus Schule auch hierzulande auf großes Interesse.

Die Ausbildung zum Natur- oder Heilpraktiker scheint auch bei Südtiroler Konsumentinnen und Konsumenten sehr gefragt zu sein. Nur Schade, dass es dieses spezifische Berufsbild in Italien nicht gibt , folglich auch die Anerkennung eines diesbezüglichen Diploms in Italien nicht möglich ist. Hinzukommt, dass immer wieder versprochen wurde, dass auch Bozen zum Ausbildungsort werden würde (wozu es nie gekommen ist), es solle nur erst einmal der Ausbildungsvertrag in Höhe von 10 bis 20 Millionen Lire unterschieben werden.

Nun wollen die Konsumentenschützer der AK-Steiermark gerichtlich gegen die Paracelsus-Schule vorgehen. Dieses Institut hat laut dem 1997 in Österreich in Kraft getretenen "Ausbildungsvorbehaltsgesetz" nie die Ermächtigung erhalten, Kurse in Österreich zu halten. Ziel dieser Maßnahme ist es, die seither abgeschlossenen Verträge rückgängig zu machen und die bereits bezahlten Gebühren zurückzufordern.

Auch für jene Südtiroler Konsumentinnen und Konsumenten, die ab September 1997 einen Vertrag mit der Paracelsus Schule mit Studienort Österreich abgeschlossen haben, stellt sich nun die Frage der Rechtmäßigkeit des Vertrages und der Möglichkeit einer Schadensersatzforderung.

Für nähere Informationen wenden Sie sich an das Europäische Verbraucherzentrum Bozen, Brennerstr. 3, Tel. 0471-980939, info@euroconsumatori.org.


25.07.2000



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