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Pressemitteilung


Nepp im Internet



Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) rät zu Vorsicht bei Einkäufen im Internet. Vor allem in der Weihnachtszeit. Aus diesem Grund führt das EVZ am 11.12.2003 von 16.00-20.00 eine Online-Beratung zu diesem Thema durch.


Bozen - Alle Jahre wieder ... kommt der Weihnachtsstress: mit langen Schlangen vor den Geschäften, überfüllten Städten und Kopfzerbrechen über die Geschenke. Umfragen zeigen: Jeder Fünfte kauft erst wenige Tage vor dem Heiligen Abend seine Präsente.

Als wirkungsvolles Rezept gegen den Weihnachtstrubel empfiehlt sich immer häufiger das Internet. Selbst am 24. Dezember lässt sich im weltweiten Netz von Büchern über CDs bis zu Kleidern alles erstehen - ohne Ladenschlusszeiten und Käuferschlangen, mit leichten Produkt- und Preisvergleichen und bis zu 10 Prozent günstiger. Kaum verwunderlich, wenn der Online-Verkauf zweistellige Wachstumsraten verzeichnet, und Firmen bereits mehr als 2 Prozent des europaweiten Einzelhandelsumsatzes im Web machen.

Doch nicht alles ist Gold, was glänzt. "Mit der Zahl der Online-Käufer steigen auch die Online-Probleme", warnt Caterina Rosso, die Geschäftsführerin des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ). Fälle von Kreditkartenmissbrauch, Lieferungen nach mehreren Monaten, mangelhaften oder beschädigten Waren und Probleme mit Umtausch und Rückgabe häufen sich. "Immer öfter melden sich VerbraucherInnen, die zwar erfolgreich ersteigert und bezahlt, die Ware aber nie zu Gesicht bekommen haben." Vor diesem Hintergrund rät das EVZ vor allem vor der Weihnachtszeit zu Vorsicht. "Im November und Dezember erfolgen erfahrungsgemäß ein Viertel aller Interneteinkäufe", weiß Caterina Rosso. Eine ideale Spielwiese für Betrüger und Bauernfänger.

Das EVZ empfiehlt deshalb Online-Shoppern, die Identität der virtuellen Gewerbetreibenden zu überprüfen. Eine Kontrolle von Anschrift und Telefonnummern zeige häufig, dass es die Verkäufer gar nicht gibt. Bei teuren Waren rät der Verbraucherschutz einen Treuhand-Service in Anspruch zu nehmen. "Das Geld wird dabei zunächst auf ein Treuhandkonto gebucht und erst dann an den Versteigerer überwiesen, wenn die Ware ordnungsgemäß angekommen ist", erklärt Verbraucherschützerin Rosso. Aufzupassen sei außerdem bei Waren von Verkaufsfirmen mit Sitz außerhalb der EU. Der Käufer müsse die Wechsel- und Zollgebühren einkalkulieren. Hilfreich sei schließlich, Informationen wie Rücktrittsmöglichkeiten und –bedingungen genau unter die Lupe zu nehmen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Online-Beratung am 11.12.2003 von 16.00-20.00 Uhr. Die VerbraucherschützerInnen des EVZ stehen zu dieser Zeit speziell zu diesem Thema Rede und Antwort. Interessierte können einfach eine E-Mail an info@euroconsumatori.org schicken. Die Anfragen werden sofort beantwortet. Weitere Informationen finden sich in der Informationsbroschüre E-Commerce. Diese kann unter www.euroconsumatori.org abgerufen oder im Sitz in der Brennerstraße 3 in Bozen angefordert werden. Weitere Informationen: Europäisches Verbraucherzentrum, Tel. 0471/980939.

10.12.2003



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