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Kein Lottoglück aus Spanien

Flut von gefälschten Gewinnschreiben überschwemmt Südtirols Briefkästen

In den letzten Tagen haben sich wieder zahlreiche Konsumenten beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Bozen gemeldet, nachdem sie mit der Post oder per E-Mail ein dubioses Gewinnschreiben einer angeblichen Lotterie erhalten hatten, ohne jemals mitgespielt zu haben. Das EVZ rät dringend davon ab, auf diese Schreiben zu reagieren!

Wer eine solche Gewinnmitteilung erhält, sollte nicht gleich seinen Job kündigen und eine Weltreise buchen. Wenn man nämlich diesen Ankündigungen Glauben schenken könnte, gäbe es in Südtirol bereits einige hundert Lottomillionäre!

Es handelt sich dabei um eine üble Masche, die darauf abzielt, gutgläubige Menschen - mit der Aussicht auf einen viel größeren Gewinn - zur Zahlung von einigen Tausend Euro an angeblichen Kautionen, Bearbeitungsgebühren oder ähnlichem zu bewegen. Weltweit sind verschiedene Varianten dieser Schreiben im Umlauf, oft wird dabei dadurch das Vertrauen der Betrugsopfer gewonnen, dass der Name einer tatsächlich existierenden Lotterie (wie "El Gordo de la Primitiva", " Loterìas y Apuestas del Estado" usw.) missbräuchlich verwendet wird, manchmal werden aber auch Fantasienamen (z. B. "Fortune Lottería") benutzt.

Die Empfänger der gefälschten Gewinnmitteilungen werden zunächst aufgefordert, ihre persönlichen Daten, die Bankverbindung und die Kopie eines Ausweises zu übermitteln. Auffällig dabei: als Kontaktdaten wird immer nur eine Mobilfunknummer, ein Postfach oder eine E-Mail-Adresse eines Gratis-Anbieters angegeben. Nimmt der Verbraucher dann Kontakt auf, soll er Vorauszahlungen von einigen Tausend Euro leisten, um verschiedene Bearbeitungsgebühren zu decken. Dabei wird er zur Eile angehalten - der Gewinn würde ansonsten verfallen. Außerdem soll er niemandem von der Angelegenheit erzählen. Kommt der Verbraucher der Aufforderung nach, ist das Geld natürlich verloren.

Das EVZ rät den Empfängern solcher Schreiben, nicht darauf zu reagieren und auf keinen Fall persönliche Daten und Bankverbindungen preiszugeben oder eine Kopie des Personalausweises zu versenden oder gar Vorauszahlungen zu leisten. Wer auf diesen Trick hereingefallen ist, kann sich nur mehr an die Polizei wenden und eine Anzeige erstatten. Wer seine Bankdaten angegeben hat, sollte umgehend seine Bank informieren und sein Konto sperren oder schließen lassen, um sicher zu gehen, dass sich die Betrüger nicht irgendwann, auch in fernerer Zukunft, einen Zugang zu den Einlagen auf dem Konto erschwindeln.

Auf der Webseite des EVZ finden Sie ein Infoblatt mit nützlichen Tipps und Informationen zum Thema "Ausländische Lotterien und Glücksspiele".

Für weitere Informationen können Sie sich an das EVZ in Bozen wenden, mittels E-Mail (info@euroconsumatori.org) oder unter der Telefonnummer 0471/980939 von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr.



Bozen, 26.09.2008
Presse-Information



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