Süddeutsche Klassenlotterie (SKL):
Warnung vor unseriösen e-mailsIn letzter Zeit häufen sich beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Bozen die Anfragen von KonsumentInnen, die Gewinnmails der Süddeutschen Klassenlotterie erhalten haben, obwohl sie niemals an derselben teilgenommen hatten.
Eine Rückfrage bei der SKL ergab, dass diese in keinster Weise mit den e-mails in Verbindung stand – dort hatte man bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet (siehe auch www.skl.de). In den fraglichen e-mails werden die „glücklichen Gewinner“ aufgefordert, eine Art „Auszahlungs-Formular“ auszufüllen und einer in der e-mail genannten Organistion per Fax zukommen zu lassen. Außerdem soll ein gewisser Betrag bezahlt werden, damit die Auszahlung des Gewinns vorgenommen werden kann.
Diese gefälschten Gewinn-e-mails sind nur die letzten einer ganzen Reihe; von Fälschungen der spanischen staatlichen Lotterie bis zur „Crystal Lottery“ war das Vorgehen immer dasselbe:
Durch eine e-mail wird einem mitgeteilt, dass man der glückliche Gewinner der Lotterie ist; man möchte doch bitte seine Daten, Bankverbindung u.ä. mitteilen, damit die Auszahlung vorgenommen werden kann. Danach wurde meist ein kleiner Betrag an Spesen fällig; danach gab es Zollgebühren, Steuern, Stempelmarken und und und zu bezahlen – die glücklichen Gewinner stellten schließlich fest, dass sie mehrere Tausend Euro ausgelegt hatten, und sich der Gewinn mitsamt der Lotteriegesellschaft in Luft aufgelöst hatte.
Der Rat des EVZ: lassen Sie solche Gewinnmeldungen getrost im Mülleimer verschwinden; Sie werden erkennen, dass man keine Millionenchance verpasst hat, wenn Sie sich fragen, weshalb die Verwaltungs-, Überbringer- oder Verfahrensspesen nicht einfach vom Gewinn abgezogen werden?! Denn eigentlich sollte ein Gewinner zu keinem Zeitpunkt aufgefordert werden, Vorauszahlungen zu leisten ...
Wer mehr wissen möchte: die Technische Universität Berlin (www.hoax-info.de) hat sich mit dem Thema der Falschmeldungen via e-mail ausführlich beschäftigt.
Bozen, 26.09.2005
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