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Babynahrung:Himmelhohe PreisunterschiedeFamilie Huber fährt alle paar Wochen nach Innsbruck, um einen kleinen Vorrat an Babynahrung für ihre Tochter zu kaufen. Der Aufwand lohnt sich, das hat jetzt auch ein Preisvergleich der Verbraucherzentrale ergeben: Babynahrung ist in Österreich um 338 % billiger!Man könne die einzelnen Produkte zwar nicht direkt miteinander vergleichen, weil die Zusammensetzungen diesseits und jenseits des Brenners minimal voneinander abweichen, heißt es in der Verbraucherzentrale. Die Zusammensetzung entspreche aber jedenfalls den EU-Richtlinien für Babynahrung, so Barbara Telser, die Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale. Den rechtlichen Rahmen für Zusammensetzung, Etikettierung und Vertrieb von Säuglingsflaschennahrung liefern die Richtlinien der EU (91/321/EWG;96/4/EG). Da die EU Richtlinien bei der Säuglingsnahrung sehr streng sind, ist der Milchersatz in allen europäischen Ländern von gleicher Qualität, auch wenn die Zusammensetzung der Produkte gleicher Firmen Abweichungen aufweisen. Die Qualität sei in Österreich und Italien also gleichermaßen hochwertig. "Ich gehe nicht davon aus, dass Österreichische Kleinkinder schlechtere Säuglingsflaschennahrung trinken", so Telser. Verbraucherzentrale und Europäisches Verbraucherzentrum haben zusammen die Preise von insgesamt fünfzehn Produkten miteinander verglichen. Die Preisspanne in Österreich liegt zwischen 8,83 Euro/Kilogramm und 12,25 Euro/Kilogramm. In Südtirol kostet die billigste Säuglingsmilchnahrung 19,42 Euro/Kilogramm, das teuerste Produkt kostet 42,50 Euro pro Kilogramm. Die Anfangsnahrung - bis zum fünften Lebensmonat - ist teurer als die Folgenahrung. Barbara Telser hat die Kosten für die ersten fünf Monate hochgerechnet. Wird ein Säugling ausschließlich mit Ersatzmilch gefüttert, dann braucht man im Verlauf der ersten fünf Monate zwischen 16 kg und 18 kg Säuglingsnahrungspulver. Kauft man das teuerste Produkt in Südtirol ein, dann kostet das ca. 722 Euro. Kauft man das Pulver hingegen von der gleichen Firma in Österreich dann kostet die Säuglingsmilchnahrung ganze 160,48 Euro!!! Für die Säuglinge, die nicht oder nur teilweise gestillt werden , gibt es heute qualitativ hochwertige Muttermilchersatzprodukte mit denen der Nährstoffbedarf des Säuglings ausgewogen gedeckt wird. Dennoch können Milchersatzprodukte die Muttermilch nie ersetzen. "Unser Preisvergleich kann auch als Aufruf zum Stillen gewertet werden", sagt Barbara Telser. Tabelle mit den genauen Vergleichsergebnissen Bozen, 28.06.2004
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