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EINLADUNG Am Freitag, 21. November, findet in Trient eine Tagung zum Thema „Die alternative Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten“ stattDie Veranstaltung beginnt um 14 Uhr (Dauer bis ca. 18 Uhr) und wird an der Universität Trient, Fakultät für Rechtswissenschaften, Aula 2, Rosmini-Str. 27 abgehalten. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) hat die Tagung zusammen mit dem „Dipartimento di Scienze Giuridiche“ der Universität Trient organisiert, um Vorzüge und Mängel des italienischen Systems im Bereich der außergerichtlichen Streitbeilegung zwischen Verbrauchern und Unternehmen auszuarbeiten.Sowohl das italienische Rechtssystem als auch jenes der anderen Länder der Europäischen Union kennt alternative Verfahren zur ordentlichen Gerichtsbarkeit (sog. ADR, Alternative Dispute Resolution). Besonders die Mediation, die Schlichtung sowie das Schiedsverfahren kommen dabei zur Wahrung der Interessen des Verbrauchers gegenüber einem Unternehmen zur Anwendung. Die Präferenz für diese Verfahren ergibt sich aus der Notwendigkeit die Verbraucherinteressen wirkungsvoll geschützt zu wissen; dies vor allem im Hinblick auf jene Angelegenheiten, die auch ohne richterliche Intervention effizient, rasch und vor allem günstig gelöst werden können. Die europäischen Institutionen stehen der Verbreitung solcher Schlichtungsformen sehr wohlwollend gegenüber und seit den 90er Jahren haben sie die Mitgliedsstaaten zur Eingliederung obgenannter Verfahren in die jeweiligen nationalen Rechtsordnungen aufgefordert. Der Erfolg und die Akzeptanz solcher Systeme außergerichtlicher Streitbeilegung in Italien zeigt sich einerseits durch die zahlreichen Stellen, in denen der nationale Gesetzgeber, sei es im privaten als auch im öffentlichen Recht, darauf Bezug nimmt, und drückt sich andererseits durch die tatsächliche Anwendung im Unternehmens -und Vereinssektor aus. Trotz all dieser positiven Voraussetzungen ist der Andrang auf solche ADR-Verfahren von Seiten des Verbrauchers noch gut überschaubar. Aus einer Untersuchung der belgischen Universität Leuven geht hervor, dass in Italien nur eine begrenzte Anzahl von VerbraucherInnen und Unternehmen auf Verfahren außergerichtlicher Streitbeilegung zurückgreift; und dies, obgleich der Bekanntheitsgrad solcher Systeme stetig wächst. Es bedarf daher eines verstärkten Einsatzes aller europäischer Einrichtungen in Zusammenarbeit mit nationalen Behörden, um die Entwicklung von ADR-Verfahren und deren Verständnis beim Verbraucher zu fördern. Im Laufe der vom Europäischen Verbraucherzentrum in Zusammenarbeit mit dem „Dipartimento di Scienze Giuridiche“ der Universität Trient organisierten Tagung werden die häufigsten im italienischen Rechtssystem eingesetzten Schlichtungsverfahren vorgestellt, und dabei die jeweiligen Vor- und Nachteile in der praktischen Anwendung aus der Sicht der damit befassten Fachleute ausgearbeitet. Hiermit wird eine Analyse der derzeitigen Situation durchgeführt und ein erster Schritt zur Findung von Verbesserungsvorschlägen gemacht. Demnach spricht die Tagung und deren Themenschwerpunkte in erster Linie Verbraucherverbände, Berufsvereinigungen, Unternehmen sowie Rechtsvertreter, welche im Verbraucherbereich tätig sind, an, sie richtet sich jedoch genauso an alle VerbraucherInnen, die sich über die Möglichkeiten der ADR-Verfahren zur Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten informieren möchten. Die Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Bozen, 18.11.2008
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