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RAPEX:
Das europäische Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte


Nachdem die Gefährlichkeit von chinesischem Spielzeug in Italien große Verunsicherung ausgelöst hat, hält es das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) für notwendig, den Verbrauchern nützliche Informationen zum europäischen Warnsystem für gefährliche Produkte (RAPEX) zu geben; dieses stellt auf europäischer Ebene einen wichtigen Mechanismus dar, um den Mitgliedstaaten bei der Kontrolle von Produkten auf dem Markt zu helfen.

RAPEX ist ein europäisches Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte, welche keine Lebensmittel sind (davon ausgenommen sind Nahrungs- und Arzneimittel sowie medizinische Geräte), das dank der Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Europäischen Union dafür sorgt, dass Informationen über in den Mitgliedstaaten gefundene, für die Sicherheit und Gesundheit der Konsumenten gefährliche Produkte, schnell verbreitet werden.

Wenn auf dem Markt eines Mitgliedstaates ein gefährliches Produkt (beispielsweise ein Spielzeug oder ein Haushaltsgerät) gefunden wird, ergreift die zuständige nationale Behörde zuerst geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahr für die Verbraucher: das Produkt wird vom Markt genommen, eine Rückrufaktion für bereits verkaufte Produkte wird gestartet oder eine Warnung ausgesprochen. In der Folge informiert die nationale Kontaktstelle die Europäische Kommission (die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz) über das gefährliche Produkt sowie dessen Risiken. In Italien befindet sich die nationale Kontaktstelle beim Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung.

Die Europäische Kommission erhält die Informationen aller nationalen Kontaktstellen und gibt die Warnungen an alle EU-Staaten weiter. Auf diese Weise wird der europäische Markt laufend überwacht, da die nationalen Kontaktstellen, nachdem sie von der Kommission von der Gefährlichkeit eines Produktes informiert wurden, sofort überprüfen, ob dieses auf dem eigenen Markt vertreten ist und gegebenfalls geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Risiken ergreifen.

Jeden Freitag veröffentlicht die EU-Kommission auf ihrer Internetseite eine Zusammenfassung der als gefährlich eingestuften Produkte, welche die nationalen Behörden der Mitgliedstaaten durch das Warnsystem RAPEX angezeigt haben, sowie die von den Staaten eingeleiteten Maßnahmen.

Das Europäische Verbraucherzentrum rät allen Konsumenten, welche Zweifel an der Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit eines vertriebenen Produktes haben, auf der Webseite der Europäischen Kommission eventuelle Warnungen und Maßnahmen nachzulesen:
ec.europa.eu/consumers/dyna/rapex/rapex_archives_en.cfm


Presse-Information
Bozen, 29.08.07



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