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Europäisches Verbraucherzentrum Bozen zu Gast an einer ungarischen Universität

Eine Beraterin des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) in Bozen wurde im Mai dieses Jahres eingeladen, an einer internationalen Konferenz zum Thema Verbraucherschutz an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität von Debrecen in Ungarn teilzunehmen.

Ziel dieser Konferenz war es, das Verbraucherrecht von verschiedenen Gesichtspunkten aus unter die Lupe zu nehmen; teilgenommmen haben daher Vertreter der ungarischen Regierung und ungarische Universitätsdozenten, aber auch verschiedene Referenten aus anderen EU-Staaten.

Die Vertreter der ungarischen Regierung stellten zunächst ihre eigene Rolle beim Verbraucherschutz dar; als Beispiel dafür führten sie die Einführung des sog. Ombudsman für Telekommunikation von Seiten der Regierung an: Dieser hat die Befugnis, Gesetzentwürfe einzubringen, Verbraucher über ihre Rechte zu informieren, Telefondienstleistern Mitteilungen zu senden, aber auch Prozesse zum Schutz der Verbraucher vor nationalen Gerichten anzustrengen; all dies auf Kosten des Staates.

Bekannte ungarische Universitätsprofessoren haben anschließend weitere Aspekte des Verbraucherrechts untersucht, darunter das Wettbewerbsrecht, irreführende Werbung, verschiedene arbeitsrechtliche Aspekte, der Datenschutz, der E-Commerce und das geistige Eigentum. Bei der Debatte hat sich herauskristallisiert, dass viele der verbraucherrechtlichen Problematiken, wie zum Beispiel die Werbekampagnen einiger großer Handelsketten oder der Telefongesellschaften, tatsächlich in allen EU-Staaten auf ähnliche Weise auftreten.

Schließlich standen noch Beiträge von Referenten aus andern Ländern auf dem Programm, unter ihnen auch der Vortrag der Beraterin des EVZ. Es wurden den ungarischen Juristen dabei einige Lösungsmodelle für Verbraucherrechtsprobleme vorgestellt, die in anderen EU-Ländern bereits erprobt wurden. "Für die ungarischen Kollegen war es zum Beispiel interessant zu erfahren, dass der italienische Gesetzgeber alle verbraucherrechtlichen Bestimmungen in einem einzigen Korpus von Normen, dem Verbraucherkodex, gesammelt hat" erklärt Monika Nardo, Beraterin des EVZ und Referentin bei der Konferenz.

Die Reise nach Ungarn bot auch die Gelegenheit, den Kollegen des Europäischen Verbraucherzentrums in Budapest, welches erst seit kurzem Teil des Netzwerks der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) ist, einen Besuch abzustatten. Hier dessen Internet-Seite: www.efk.hu.


Bozen, 27.06.2007
Presse-Information



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