EU-Politik
Europäische Kommission:
Eine neue Strategie für die Verbraucher
Am 13. März 2007 hat die Europäische Kommission einen von der Kommissarin für Verbraucherschutz Meglena Kuneva ausgearbeiteten Katalog über 20 Maßnahmen sowohl legislativer als auch nicht legislativer Art verabschiedet. Die neue Strategie für den Zeitraum 2007-2013 verfolgt das Ziel, das Vertrauen der europäischen Verbraucher in den Gemeinsamen Markt zu festigen und den Einzelhandelmarkt zu stärken, so dass die Bürger zukünftig sicher und sorgenfrei die Möglichkeit, EU-weit - auf Reisen oder im Internet - einzukaufen, ausschöpfen können.
Die 5 Grundpfeiler dieser Strategie sind:
- Neue Rechtsregeln für grenzüberschreitende Einkäufe: Der derzeitige Rechtsrahmen muss überarbeitet und die Schlüsselrichtlinien des Verbraucherschutzes neu überprüft und den neuen Gegebenheiten des Marktes angepasst werden.
- Wirksame Methoden in punkto Rechtsschutz und Rechtsanwendung: Damit der einzelne Verbraucher aus dem Gemeinsamen Markt einen Nutzen ziehen kann, müssen bei fehlgeschlagenen Einkäufen wirksame Problemlösungsverfahren greifen; die Kommission wird daher notwendige Maßnahmen ergreifen, um geeignete Lösungsprozesse auszuarbeiten.
- Sichere Märkte: Zu den Hauptsorgen der Verbraucher gehört die mangelnde Sicherheit der erworbenen Produkte; es wird daher der Markt verstärkt überwacht sowie Informationen über gefährliche Produkte vermehrt gesammelt werden.
- Konzentration der EU-Politik auf Verbraucherinteressen: Die Verbraucher und ihre Interessen müssen in den Blickpunkt der EU-Politik rücken und vermehrt in den Schaffungsprozess der EU-Politik eingebunden werden.
- Information: Die Verbraucher müssen besser und genauer informiert werden. Die Kommission wird daher auch weiterhin das Netz der Europäischen Verbraucherzentren finanzieren und koordinieren sowie eine Reihe von Informationskampagnen in den neuen Mitgliedsländern und Studiengänge für Akademiker zum Thema Verbraucherrecht fördern.
Ein Anliegen der Kommissarin Meglena Kuneva ist es “Vertrauen in den Gemeinsamen Markt zu schaffen und den Bürgern größere Auswahlmöglichkeiten sowie ein besseres Preis-Leistungsverhältnis zu bieten”, um das Potential des Gemeinsamen Marktes und des elektronischen Handels, welches momentan noch nicht voll von den Verbrauchern und Unternehmen ausgeschöpft wird, besser zu nutzen.
Bozen, 27.03.2007
Presse-Information
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