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Verbraucher im Internet


Europäische Verbraucherzentren stellen internationalen Bericht vor


Auch in diesem Jahr haben die Europäischen Verbraucherzentren (EVZ) unter der Koordination von Irland und Schweden einen Bericht über den e-commerce in 13 europäischen Staaten erstellt. Dabei wurden die Daten zum e-commerce statistisch erfasst, um jene Bereiche festzustellen, in welchen es für die europäischen Verbraucher die größten Schwierigkeiten gibt.

„Die größten Probleme im Zusammenhang mit dem Einkauf im Internet bestehen zweifelsohne bei der Lieferung“ meint Julia Rufinatscha vom Europäischen Verbraucherzentrum in Bozen. „Dieses Problem betrifft ganz Europa; Italien liegt dabei im europäischen Trend, denn 70% aller Reklamationen betrafen nicht gelieferte, falsch gelieferte oder bei der Lieferung beschädigte Waren“.

Weiters zeigte die Untersuchung auf, dass europaweit vor allem bei Anbietern aus Deutschland Probleme auftraten: mit 32% liegen diese an „erster“ Stelle. Dies ist jedoch nicht auf die mangelnde Qualität der deutschen Webanbieter zurückzuführen, sondern vielmehr darauf, dass Deutschland unter den größten e-commerce-Marktplätzen in Europa rangiert, und den größten Anteil an Firmen-Verbraucher-Verkäufen (besser bekannt als B2C-Verkäufe) hat: mit der Anzahl der Verkäufe steigen selbstverständlich auch die Probleme.

Auf Verbraucherseite wurden die meisten Probleme von schwedischen Konsumenten gemeldet; die höchste „Pro-Kopf-Rate“ von Schwierigkeiten wurde hingegen in Luxemburg vermeldet.

Der Bericht zeigt, dass die VerbraucherInnen vor allem bei Online-Anbietern aus den Nachbarländern einkaufen; dies ist auf die territoriale, kulturelle und sprachliche Nähe zurückzuführen.

Italien machte leider aufgrund einiger „schwarzer Schafe“ auf sich aufmerksam. Wie bereits im Mai und Juni 2005 berichtet, „klonten“ Betrüger existierende Firmen und erstellten falsche Homepages auf deren Namen; die KonsumentInnen bestellten, bezahlten und erhielten nichts geliefert. Auf Nachfragen bei den echten Firmen erfuhr man dann, dass diese überhaupt keinen Verkauf über Internet betrieben (für genauere Informationen auf unserer Homepage).
In solchen Fällen hilft eigentlich nur noch eines: bei den Behörden Anzeige erstatten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass noch viel getan werden muss, damit die VerbraucherInnen unbeschwert einen virtuellen Einkaufsbummel genießen können.

Weitere Informationen zum Einkauf im Web finden Sie in unserem E-Commerce Ratgeber "Online kaufen, aber sicher".

Bozen, am 09.08.2005



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