![]() |
![]() |
||||||
EU-Autopreisvergleich: Größere Preisunterschiede zwischen den verschiedenen MitgliedstaatenAutos generell billiger als vor einem JahrEine interessante Entwicklung fördert der jüngste EU-Autopreisvergleich zu Tage. Zwischen Jänner 2008 und Jänner 2009 sind die Preise für Autos in 23 der 27 Mitgliedsstaaten gefallen. Im EU-weiten Schnitt betrug die nominelle Preissenkung 1,3%. Wenn man die allgemeine Inflation von +1,8% mit einrechnet, kommt man sogar auf eine Preisentwicklung bei den Verbraucherpreisen für Fahrzeuge von - 3,1%.Während das Preisniveau generell sank, fielen die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Staaten deutlich größer aus. Grund dafür scheint auch hier die oftmals bemühte Finanzkrise und deren verschieden starke Auswirkungen auf die verschiedenen Länder zu sein. So wirkte sich der Wertverlust der einzelnen Währungen gegenüber dem Euro in den Mitgliedsstaaten außerhalb der Eurozone auf die Preisunterschiede aus: In der Eurozone sanken die Autopreise unter Berücksichtigung der Inflation nur um durchschnittlich 0,9%, außerhalb der Eurozone fielen die Preissenkungen viel deutlicher aus. Die dänische Krone musste während des Jahres 2008 keine nennenswerten Verluste hinnehmen, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass Dänemark die über die letzten Jahre hinweg errungene Position des billigsten Lands nicht mehr verteidigen konnte und auf den 5. Platz abgerutscht ist. Die EU-weit billigsten Autos gab es 2008 im Vereinigten Königreich, gefolgt von Schweden und Polen. Die verhältnismäßig starken Preissenkungen in den neueren Mitgliedsstaaten werden auch darauf zurückgeführt, dass sich die Hersteller dort an besonders sensibel auf Preisänderungen reagierende Verbraucher mit einem geringeren Einkommen angepasst haben. Aus der Reihe fallen dabei Ungarn, wo die Preise gleich geblieben sind, und Rumänien, wo sie sogar, zum Teil auf Grund einer neuen Registrierungsgebühr, gestiegen sind. Dazu kommt wohl auch, dass sich die Finanzkrise je nach Land verschieden schnell und stark auf das Verhalten der Verbraucher und der Hersteller (in den verschiedenen Ländern) ausgewirkt hat. In England machte sie sich viel früher und heftiger bemerkbar. In Deutschland, Italien und Frankreich ließen sich die Verbraucher nicht so sehr beeinflussen, also änderten die Hersteller auch ihre Preisempfehlungen für diese Länder kaum. Staatliche "Verschrottungsprämien" und ähnliche Beihilfen haben ebenfalls zu den Unterschieden in den Preisniveaus zwischen den Staaten beigetragen. Deutschland bleibt mit 5,5% über dem Durchschnittsniveau in der EU das teuerste Land, gefolgt von Belgien und Frankreich. Auch Italien gehört zu den teuren Ländern, die Preise sind dort sogar leicht gestiegen (+0,9%). Die Slowakei und Tschechien gehören nicht mehr zu den teuersten Ländern, sie finden sich im Mittelfeld wieder. Hier sei bemerkt, dass Marktfaktoren und -strategien wie Konkurrenzdichte und Werbemaßnahmen aus Erfahrung der EVZ Mitarbeiter auch diese Höchstpreisländer zu attraktiven Anbietern von Importautos machen. Die größten Preisunterschiede zwischen den Staaten gibt es bei Mittelklasse- und Kleinwagen, die Preise für große Autos variieren hingegen nur wenig. Die genauen Daten des Preisvergleichs finden Sie auf der Homepage der Europäischen Kommission. Für alle Konsumenten, die von den Angeboten in den anderen EU-Ländern profitieren möchten, hat das Europäische Verbraucherzentrum die neue Broschüre "Autoselbstimport aus der EU -Teil II" herausgebracht. Sie ist beim Europäischen Verbraucherzentrum in Bozen (Brennerstraße 3, Tel. 0471-980939) kostenlos erhältlich oder wird bei Zusendung von Briefmarken im Wert von Euro 1,40 zugeschickt. Bozen, 17.08.2009 Presse-information
|
![]() ![]() ![]() ![]() EVZ Brennerstraße3 I - 39100 Bozen tel.: ++39 0471 980939 fax: ++39 0471 980239 |
||||||