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die Europäische Union
Europäisches Verbraucherzentrum Italien Büro Bozen
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09.06.2016

Das Europäische Verbraucherzentrum hat zu einer Pressekonferenz zum Thema Reisen eingeladen

 
Tagtäglich wenden sich Verbraucher mit Anfragen bezüglich des Reise- bzw. Urlaubssektors an das EVZ

Von den 2.732 Verbrauchern, die das EVZ Italien bisher im Jahr 2016 kontaktiert haben, betrafen 1.378 Anfragen den Bereich Reisen (50 %). Wie die obige Grafik zeigt, benötigten 43 % von diesen 1.378 Anfragen Hilfe bezüglich einer Flugreise; 23 % der Anfragen betrafen Reisen per Bahn, Bus oder Schiff; 17 % betrafen den Bereich Mietwagen; 14 % den Bereich Pauschalreisen, Hotel und Gaststätten und knapp 3 % den Bereich Reiseversicherungen.

„Dies zeigt, dass die Notwendigkeit besteht, den Konsumenten eine immer aktuellere und vollständige Unterstützung und Beratung zum Thema Reisen zur Verfügung zu stellen. Der Bereich Reisen ist in der Tat häufig von gesetzlichen Änderungen, insbesondere auf europäischer Ebene, betroffen, da es sich hierbei um den grenzüberschreitenden Bereich par excellence handelt" erklärt Walther Andreaus, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS), Trägerorganisation des EVZ.

Diesbezüglich, zuletzt die neue Richtline im Bereich der Pauschalreisen, welche innerhalb 2018 von allen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden muss und „den Anbietern zwar mehr Flexibilität bieten wird - auch im Online-Bereich - aber diese auch dazu verpflichten wird, die strengere Informationspflicht zu respektieren und zur unverzüglichen Durchführung von Erstattungen oder Entschädigungen verpflichten wird", fährt Chiara Bongiorno, Koordinatorin des EVZ – Büro Bozen, fort.

Die Buchung von Urlaubsdienstleistungen über Onlineportale erfreut sich sehr großer Beliebtheit, allerdings sind sich die Verbraucher der vielen Stolpersteine und Gebührenfallen oft nicht bewusst. „Trotz mancher Schnäppchen auf Buchungsportalen, empfehlen wir den Verbrauchern, einen Preisvergleich durchzuführen und so - z. B. bei der Buchung eines Fluges - auch ein Angebot auf der Seite der Fluglinie einzuholen", rät Milena Favretto vom EVZ. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Preise auf den Seiten der Fluglinien nicht unbedingt höher sind als bei den Portalen."

Wer sich auf Reisen begibt, tut gut daran, auch für den Fall eines unvorhersehbaren Zwischenfalles gewappnet zu sein. Besonders bei Reisen in Nicht-EU-Länder sollte eine Reiseversicherung abgeschlossen werden. „Viele Verbraucher wissen jedoch nicht, dass eine jede Versicherung lediglich unvorhersehbare und unvermeidbare Ereignisse abdeckt", weiß Julia Rufinatscha vom EVZ. Wichtig hierbei ist es, sich die Allgemeinen Versicherungsbedingungen aufmerksam durchzulesen. „Außerdem kann es sich lohnen, auch im EU-Ausland auf die Suche nach der passenden Reiseversicherung zu gehen", fährt die Beraterin fort. (Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Comunicato stampa)

Wer sich dann am Urlaubsort nicht auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen möchte, entscheidet sich oft dazu einen Mietwagen vor Ort auszuleihen. Doch auch hier erwarten den Verbraucher unerwartete Hürden, angefangen mit Mehrkosten bei der Buchung, bis hin zu ungerechtfertigten Abbuchungen nach Rückgabe des Wagens. „Auch bei den bei der Buchung angebotenen Zusatzversicherungen für Schäden und Diebstahl ist Vorsicht geboten", warnt Rebecca Berto vom EVZ. (Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Comunicato stampa)

Sollte es trotz allem Schwierigkeiten im EU-Ausland geben, können Sie die „ECC-Net: Travel App" zu Rate ziehen. Die ECC-Net: Travel App ist ein gemeinsames Projekt aller 30 Mitglieder des ECC-Net und wurde vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland entwickelt. Die App informiert kostenlos und konkret über Ihre Rechte als Verbraucher. Zudem nennt sie die wichtigsten Sätze, die Sie bei Urlaubskonflikten benötigen, in 25 europäischen Sprachen. Somit ist die Travel App der ideale Reisebegleiter!

In diesem Sinne wünscht das EVZ Italien – Büro Bozen Ihnen gute Reise und bleibt für weitere Informationen zu Verfügung. An uns können Sie sich per E-Mail an info@euroconsumatori.org oder telefonisch (Tel. 0471/980939) wenden.

Bozen, 09.06.2016
Presse-Information

 

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