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die Europäische Union
Europäisches Verbraucherzentrum Italien Büro Bozen
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29.10.2014

Auf Mietwohnungssuche im Internet - Vorsicht vor Betrügereien!

 
Immer wieder melden sich Verbraucher beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Bozen, weil sie eine Anzahlung für eine im Internet angebotene Wohnung getätigt haben und feststellen mussten, einem Betrüger auf den Leim gegangen zu sein.

Frau T. zum Beispiel hat die Zusage für ein Praktikum in Brüssel erhalten und muss sich daher nach einer Mietwohnung umsehen. Von Südtirol aus ist das nicht so einfach, daher sucht sie im Internet und findet schließlich auf einem belgischen Wohnungsportal ein interessantes Objekt: Die Wohnung macht auf den Fotos einen guten Eindruck, einen Teil der Miete soll Frau T. vorab überweisen. Obwohl sie sich die Wohnung nicht vor Ort angesehen hat, nimmt Frau T. das Mietangebot an und überweist den geforderten Betrag auf ein Konto in London. Nach ihrer Ankunft in Brüssel muss die Verbraucherin feststellen, dass es die gemietete Wohnung nicht gibt und sie Betrügern auf den Leim gegangen ist.

Ähnlich ergangen ist es Herrn M: Er hat auf einem bekannten italienischen Internetportal eine Mietwohnung gefunden. Der Vermieter, ein deutscher Staatsbürger, möchte die Wohnung in Mailand weitervermieten, da die Tochter mittlerweile ihr Studium beendet hat und wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. Die Wohnung ist laut Beschreibung und Fotos ganz nach dem Geschmack von Herrn M. und so stimmt er dem Mietangebot zu und überweist den geforderten Betrag von 700 Euro als Anzahlung auf ein Konto in Spanien. Als er sich die Wohnung vor Ort ansehen möchte, gibt es dort zwar ein Haus mit Wohnungen, seine Wohnung gibt es jedoch nicht.

Im dritten, ähnlich gelagerten Fall geht es um eine Mietwohnung, die sich angeblich in Bozen befindet. Als Herr Z. Interesse bekundet, bekommt er zur Antwort, dass sich die Eigentümerin des Mietobjekts zur Zeit in England befinde und die Wohnung daher nicht persönlich zeigen könne. Herr Z. solle die Anzahlung jedoch mittels eines Bargeldtransferdienstes übermitteln, der Schlüssel für die Wohnung würde dann per Post zugeschickt. Zum Beweis für die Seriosität schickte die „Vermieterin“ eine Kopie „ihres“ Passes. Wie im Fall des Herrn M. gab es zwar ein Haus, jedoch ist keine der Wohnungen frei.

Gerade bei Mietangeboten im Internet ist ein gesundes Misstrauen unerlässlich; dies gilt vor allem dann, wenn die Miete besonders günstig erscheint - niemand hat etwas zu verschenken! Das Europäische Verbraucherzentrum rät davon ab, Anzahlungen zu tätigen, ohne sich vorher die Wohnung vor Ort angesehen zu haben. Denn nur so kann man feststellen, ob es das Wunschobjekt tatsächlich gibt. Das Zusenden von Kopien von Pässen und Ausweisen ist keine Garantie für die Seriosität des Vermieters, denn diese Papiere können gefälscht, gestohlen oder im Zuge von anderen Internetbetrügereien von anderen Internetnutzern erschlichen worden sein.

Das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen steht für weitere Informationen unter der Telefonnummer 0471/980939 oder unter info@euroconsumatori.org zur Verfügung.
 

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