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die Europäische Union
Europäisches Verbraucherzentrum Italien Büro Bozen
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18.06.2014

Vorsicht Spam - Welle falscher Telefonrechnungen im Umlauf

 
In den letzten Tagen gingen beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Bozen wieder verstärkt Meldungen von Verbrauchern ein, die per E-Mail vermeintliche Zahlungsaufforderungen von deutschen Telefonanbietern bekommen haben. Keine der E-Mails ist dabei ganz gleich, gefordert werden zum Beispiel unterschiedliche Beträge. Gefährlich ist dabei der enthaltene Link: eine Aufforderung, eine Datei mit der Rechnung herunterzuladen.

Auf unzähligen deutschen Webseiten wird schon seit einigen Wochen vor den gefährlichen E-Mails gewarnt und auch die betroffenen Telefongesellschaften machen auf die gefälschten Rechnungen aufmerksam (Deutsche Telekom und Vodafone)

Unerwünschte E-Mails machen jedoch vor Landesgrenzen keinen Halt und so haben auch viele Südtiroler eine Zahlungsaufforderung der angeblichen Deutschen Telekom und der vermeintlichen Vodafone Deutschland erhalten. Die Südtiroler Empfänger dieser E-Mails haben zwar in der Regel gar keinen Vertrag mit diesen Telefonanbietern, trotzdem kommt gar mancher in Versuchung, die enthaltenen Links anzuklicken, denn die Graphik der E-Mails scheint täuschend echt. Eine andere Variante dieser Zahlungsaufforderungen enthält einen Anhang im Zip- oder PDF-Format. Wer diesen öffnet oder den Link nicht ignoriert, riskiert die Verseuchung des Computers mit Schadsoftware, einem Virus oder Trojaner.

Die meisten Verbraucher, die sich bei uns gemeldet haben, haben die Gefahr rechtzeitig erkannt oder der auf ihren Rechnern installierte Antivirus hat Alarm geschlagen und das Öffnen der Datei im Anhang unterbunden.

Man kann es nicht oft genug betonen: Vorsicht bei ZIP- und PDF-Dateien im Anhang und bei Links in E-Mails und SMS! Diese können unbemerkt auf eine betrügerische Webseite lotsen und schädliche Programme auf dem Rechner installieren, die Daten auslesen könnten oder Verbraucher zur Angabe von sensiblen Daten (zum Beispiel zum Bankkonto oder zur Kreditkarte) animieren.

Wer eine solche E-Mail in seinem Posteingang findet, sollte sie löschen und auf keinen Fall den Anhang öffnen. Verbraucher sollten ihren Rechner mit einem ständig aktualisierten Antivirenprogramm schützen. Sicherheitshalber sollten auch die Kontoauszüge regelmäßig kontrolliert und eventuelle verdächtige, nicht autorisierte Bewegungen sollten sofort der Bank oder Kreditkartenfirma gemeldet werden.

Weitere Informationen zum Thema erteilt das Europäische Verbraucherzentrum Bozen unter 0471 980939 und unter info@euroconsumatori.org.


Bozen, 18.06.2014
Presse-Information

 

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