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21.05.2013

Produktsicherheit in der EU

 
Kürzlich wurde der Jahresbericht des europäischen Schnellwarnsystems für gefährliche Produkte RAPEX für das Jahr 2012 vorgestellt. Insgesamt 2.278 Mal haben die Mitgliedstaaten im Jahr 2012 Maßnahmen im Zusammenhang mit gefährlichen Produkten ergriffen und über RAPEX gemeldet. Dies bedeutet eine Zunahme der Warnmeldungen um 26% im Vergleich zum Jahr 2011.

RAPEX ist das europäisches Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte, ausgenommen Lebensmittel, Nahrungs- und Arzneimittel sowie medizinische Geräte, welches dank der Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Europäischen Union dafür sorgt, dass Informationen über auf dem europäischen Markt angebotene, für die Sicherheit und Gesundheit der Konsumenten gefährliche Produkte, schnell verbreitet werden.

Wenn auf dem Markt eines Mitgliedstaates ein gefährliches Produkt auftaucht, ergreift die zuständige nationale Behörde zuerst geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahr für die Verbraucher: das Produkt wird vom Markt genommen, eine Rückrufaktion für bereits verkaufte Produkte wird gestartet oder eine Warnung ausgesprochen. In der Folge informiert die nationale Kontaktstelle die Europäische Kommission (die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz) über das gefährliche Produkt sowie dessen Risiken. In Italien ist die nationale Kontaktstelle beim Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung angesiedelt.

Jeden Freitag veröffentlicht die EU-Kommission auf ihrer Internetseite eine Zusammenfassung der als gefährlich eingestuften Produkte, welche die nationalen Behörden der Mitgliedstaaten durch das Warnsystem RAPEX angezeigt haben, sowie die von den Staaten eingeleiteten Maßnahmen.

Im Jahr 2012 waren Bekleidung, Textilien und Modeartikel (34%) sowie Spielzeug (19%) die Hauptproduktkategorien, die ein Eingreifen erforderten. Es folgen in der Liste Elektrische Geräte (11%), Motorfahrzeuge (8%) und Kosmetika (4%). Die am häufigsten im Zusammenhang mit diesen Produkten gemeldeten Risiken waren chemische, Erdrosselungs- und Verletzungsrisiken. Verletzungs- und Erdrosselungsrisiken gehen oft von Kinderbekleidung mit Zugbändern und Kordeln aus.

Ein großer Teil der gemeldeten Produkte stammten aus China (56% - 1126 Meldungen). Die EU arbeitet deshalb auf bilateraler Ebene mit China zusammen um hier Lösungswege zu finden. Geplant sind in Kürze die Realisierung einer Reihe von Videos mit Informationen zur Produktsicherheit, die für chinesische Hersteller und europäische Einführer gedacht sind. Insgesamt 17% der Produkte (330 Meldungen) stammen hingegen EU-27 und EWR-Länder: 60 Produkte kamen aus Deutschland , 49 Produkte aus Italien, 45 Produkte aus Bulgarien.

Den vollständigen RAPEX-Jahresbericht 2012 finden Sie auf der RAPEX-Seite der Europäischen Kommission.


Bozen, 21.05.2013
Pressse-Information

 

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