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Europäisches Verbraucherzentrum Italien Büro Bozen
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18.12.2018

E-Commerce: Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Europäischem Verbraucherzentrum und Postpolizei

 
Immer mehr Verbraucher nutzen das Internet, um Waren und Dienstleistungen zu kaufen, immer zahlreicher werden aber auch jene Personen, die Online-Betrügereien zum Opfer fallen. Über die Risiken des World Wide Web haben sich heute in Bozen das Europäische Verbraucherzentrum und die Postpolizei ausgetauscht.

In den Räumlichkeiten der Bibliothek der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) haben sich heute die Juristinnen des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ), die Mitarbeiter der Staatspolizei – Abteilung der Polizei für Post und Fernmeldewesen und der Verantwortliche des Dienstes “Onlineschlichter.it” getroffen. Thema des Treffens war die Welt des Internets. Gerade in diesen Tagen erreichen das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen vermehrt Hilferufe: Zusätzlich zu den Verbrauchern in gespannter Erwartung der online bestellen Weihnachtsgeschenke, melden sich auch zahlreiche Bürger, die betrogen wurden.

Die im Laufe des heutigen Treffens von den Experten analysierten Fälle sind vielfältig: Neben “klassischen” Problemen im Zusammenhang mit Online-Käufen, wie etwa bestellter und bezahlter, aber nicht gelieferter Ware, betreffen die Meldungen zur Zeit auch Personen, die online Produkte verkaufen. Die Experten sind sich darin einig, dass viele Betrügereien von vorneherein hätten vermieden werden können, wenn der Betroffene einige Minuten in die Suche bezüglich der Vertrauenswürdigkeit der Internetseite und der Zahlungsmethode
investiert hätte. „Wir raten den Verbrauchern kurz die Kontaktdaten der Firma zu überprüfen und ob die Mehrwertsteuernummer korrekt ist“, erklärt Rebecca Berto vom EVZ. Hilfreich sind dabei auch Bewertungen von anderen Käufern, um z.B. zu verstehen, ob eine Seite, die Tickets für Konzert oder Fussballspiele verkauft, seriös ist oder nicht. „Was die Zahlungsmethoden anbelangt, so sollte die klassische Kreditkarte bevorzugt werden, da es diese im Betrugsfall ermöglicht, über einen Chargeback-Antrag, die Rückerstattung der abgebuchten Summe zu erhalten“, empfiehlt Isolde Brunner vom EVZ. Tatsächlich passieren viele der Betrugsfälle über aufladbare Kreditkarten; bei diesen ist es auch für die Polizei häufig schwierig, die Betrüger auszuforschen, gerade wenn sich diese im Ausland befinden.

Die während des Treffens ausgetauschten Erfahrungen scheinen hingegen auf einen Rückgang der Meldungen im Bereich des Online-Trading und der Kryptowährungen hinzudeuten. Hier muss allerdings erwähnt werden, dass die Summen, die dabei im Spiel sind, häufig sehr hoch sind.

Während des Treffens wurde mehrmals betont, dass ein bedachter und vorsichtiger Umgang mit den persönlichen Daten der Beste Schutz für die Verbraucher darstellt: Gerade die persönlichen Daten werden für Kriminelle im Internet immer interessanter.

„Um die Bürger in Zukunft besser zu informieren und sie vor den Gefahren im Netz zu schützen, müssen auch wir uns noch stärker auf die Information im Internet konzentrieren, in dem wir möglicherweise dieselbe Art von Mitteilungen und Kanäle nutzen, welche auch die Online-Betrüger verwenden, um die potentiellen Opfer zu erreichen“, erklärt Monika Nardo, Leiterin des EVZ in Bozen, und lädt gleichzeitig alle Bürger ein, regelmäßig die Internetseite www.euroconsumatori.org zu besuchen und dem EVZ auf den Social Media wie Facebook (Centro Europeo Consumatori) und Twitter (ECC Italy) zu folgen, um in den Bereichen Internet und E-Commerce stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Bozen, 18.12.2018
Presse-Information

 

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