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Verbrauchertelegramm Europa-Ausgabe

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FEBRUAR 2000


Redaktion: Europäisches Verbraucherzentrum


Konsumentenschutz und Internet

Das neue Medium Internet hat auch die Arbeit im Konsumentenschutz grundlegend geändert, besonders auf grenzüberschreitender Basis. Zum einen erleichtert es die Arbeit der Konsumentenschützer/innen, denn der Informationszugang ist wesentlich schneller und einfacher geworden, zum anderen stehen sie auch neuen Herausforderungen gegenüber. Der Umgang mit diesem neuen Medium muß von Seiten der Verbraucher/innen gelernt werden - noch stehen viele Menschen dem Internet schutzlos und oft auch kritiklos gegenüber. In diesem Verbrauchertelegramm-Spezial einige Tipps zum Thema Cyber-Schutz !


Der Schutz für Cyber-Konsument/innen

Seit Oktober letzten Jahres wurde in Italien eine längst überfällige EU-Richtlinie umgesetzt: Es gibt nun ein 10-tägiges Rücktrittsrecht beim Online-Shopping, d.h. wenn ich übers Internet einkaufe - ob Bücher oder CDs (die allerdings original verpackt bleiben müssen) - kann ich mir den Kauf noch einmal überlegen und die Ware zurückgeben - die Postspesen muß ich allerdings selber tragen. Außerdem hängt es dann natürlich davon ab, wo ich die Ware gekauft habe, ob aus einem Online-Shop, der seinen Sitz innerhalb der EU hat, oder z.B. aus Amerika. Im zweiten Fall hätte ich wahrscheinlich wenig Erfolg, wenn ich die Ware zurückschicken würde und mein Geld zurückhaben möchte. Also ein paar Hacken hat das neue Cyber-Schutz-Gesetz zwar noch, aber immerhin ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn Sie also mehr über Ihre Rechte als Cyber-Konsument/innen wissen möchten, fordern Sie unser Infoblatt "Online-Einkauf" an !


E-Mail-Kettenbriefe

Wer bereits mit E-Mail arbeitet, kennt sie bestimmt: die Virusmeldungen und E-Mail-Kettenbriefe, die von Freunden und Bekannten geschickt werden. Man steht dann immer vor der Entscheidung: Schicke ich das jetzt weiter (kostet mir ja nicht viel Zeit) oder lass' ich's bleiben. Aber wer kann dann schon nein sagen, wenn ein E-Mail-Kettenbrief auftaucht, mit dem ich helfen soll, beispielsweise einem krebskranken Jungen...
Unser Tipp: Informieren Sie sich trotzdem vorher! Hier können Sie es tun: www.tu-berlin.de Sucheingabe: hoax


Neuheit:

Der online-Finanzsektor ist aus verbraucherpolitischer Sicht natürlich besonders heikel. Zum einen bestehen nach wie vor Zweifel über die Sicherheit der Informationen, die über Internet mitgeteilt werden (z.B. Kreditkartennummer) und zum anderen haben unseriöse Anlegerfirmen im Internet ein fruchtbares Terrain gefunden. Jeder kann sich dort gut präsentieren - auch wenn das, was dahintersteckt oft ganz anders aussieht. Zudem können auf diesem Wege weltweit Märkte erobert werden ohne gleichzeitig den dort herrschenden gesetzlichen Regelungen unbedingt nachzukommen. Sollte es dann zu Streitigkeiten kommen, laufen die Verbraucher/innen Gefahr, irgendwo in den USA oder auch nur in der Schweiz klagen zu müssen (was nicht weniger umständlich ist). Interessant in diesem Zusammenhang folgendes Urteil der ital. Aufsichtsbehörde CONSOB ( unter "newsletter" www.consob.it).


Website des Monats:

http://europa.eu.int/comm/consumers/index_de.htm
Europäische Kommissione-Generaldirektion für Verbraucherfragen



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