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Verbrauchertelegramm Europa-Ausgabe

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JUNI 2000


Redaktion: Europäisches Verbraucherzentrum


Zu hohe Bankgebühren

Grenzüberschreitende Bankgebühren in Europa sind zu hoch!
Die EU-Kommission drängt die Banken und Mitgliedsstaaten abermals, sich stärker für eine Kostensenkung von grenzüberschreitenden Überweisungen einzusetzen. Anlass dazu gab eine Erhebung des I.E.I.C., die im Auftrag der Kommission in den elf Ländern des Euro-Gebiets durchgeführt wurde. Sie ergab, dass Verbraucher für die Überweisung von 100 € zwischen den Mitgliedstaaten immer noch Gebühren von durchschnittlich 17,10 Euro zu zahlen haben. Eine Inlandsüberweisung kostet dagegen normalerweise weniger als 1 Euro.
Hier die Studie: http://europa.eu.int/comm/dg24/library/press/press56_de.pdf
Hier die Stellungnahme der Kommission: http://europa.eu.int/comm/dg24/library/press/press54_de.pdf


Haftungsprobleme im Internet

Kürzlich fand in Kehl bei Straßburg ein Seminar über elektronischen Geschäftsverkehr und Finanzdienstleistungen statt. Es wurde im Laufe des Meetings von Seiten der Verbraucherschützer mehrmals hervorgehoben, dass einerseits mehr Sicherheit bei den Online-Zahlungsmöglichkeiten geboten werden muss und dass andererseits die Haftung für Missbräuche in Zukunft nicht mehr auf die Verbraucher/innen abgewälzt werden soll.


Neuheiten aus Brüssel

Richtlinie über den Elektronischen Geschäftsverkehr verabschiedet

Der europäische Gesetzgeber hat Anfang Mai die Richtlinie über den Elektronischen Geschäftsverkehr verabschiedet; innerhalb von 18 Monaten soll diese Regelung in nationales Recht umgesetzt werden. Diese Richtlinie ist keine spezifische konsumentenpolitische Richtlinie; sie regelt alle Bereiche der Informationsgesellschaft. Zum Schutze der Verbraucher/innen werden jedoch die betreffenden Richtlinien (wie z.B. über den Fernabsatz oder die irreführende Werbung) in dieser Richtlinie angeführt. Die wichtigste Neuheit ist die Festlegung des Ortes sowie des Zeitpunktes, zu welchem ein elektronischer Vertrag als abgeschlossen betrachten wird. Genauere Informationen erhalten Sie beim EVZ (tel. 0471-98.09.39 oder www.euroconsumatori.org).


Startschuß für das EEJ-NET

Das Europäische Netz für die außergerichtliche Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten (EEJ-NET) soll den Verbraucher/innen Zugang zu einfachen, kostengünstigen und effizienten Rechtsbehelfen im Falle grenzüberschreitender Konflikte verschaffen. Da die Anzahl der grenzüberschreitenden Transaktionen ständig im Steigen begriffen ist, und die traditonellen Rechtswege oft weder für Verbraucher/innen noch für Unternehmer/innen in Frage kommen, hat die EU nach eine alternative Methode der Konfliktlösung geschaffen. Das EEJ-NET soll Kosten, Formalitäten, Zeit und Hindernisse reduzieren. So sollen zum Beispiel Sprachprobleme im Falle von grenzüberschreitenden Konflikten umgangen werden.


Internet-News

Online-Beratung

Neu auf der Hompage des Europäischen Verbraucherzentrums (www.euroconsumatori.org): die Online-Beratung! Sie haben eine Frage, auf die Sie in unserem Archiv keine Antwort finden? Füllen Sie einfach das Formular aus (Rubrik: "???")! Dieses wird dann per E-Mail an das EVZ geschickt und die Beratung erfolgt so auf elektronischem Wege!


Cyber-Verbraucher/innen

Online-Konsument/innen aufgepasst ! Welche Gefahren lauern im grenzenlosen im Internet-Dschungel ? Welche Rechte haben Sie und wie können Sie diese geltend machen? Antworten dazu finden Sie auf der Homepage des EVZ unter der Rubrik "Specials".
Ganz neu: Online-Versicherungen abschließen, wie Sie auf Nummer sicher gehen, mit den Tipps von der italienischen Aufsichtsbehörde (ISVAP).



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