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Herkömmliche Zahlungsarten

In den meisten Fällen wird eine Zahlung im Voraus erwünscht. Bezahlungen "per Nachnahme" oder auf "Rechnung" sind selten möglich.
Im Voraus kann man auf verschiedene Weise bezahlen. Bei einigen Zahlungsarten muss man voll und ganz auf die Seriosität des Anbieters vertrauen und hoffen, dass die Ware ankommt; bei anderen Arten hat man die Möglichkeit, bei Problemen, auf das bezahlte Geld zurückzugreifen (z.B. Treuhandservice).

a) Kreditkarte:

Die Zahlung mit Kreditkarte ist die einfachste und wohl auch geläufigste Art der Zahlung. Sie beinhaltet jedoch ein nicht unbeachtliches Risiko, nämlich dass die Daten in falsche Hände geraten und missbraucht werden. Der Webshop sollte deshalb für die Übermittlung Ihrer Daten eine sichere Verbindung verwenden. Letztere erkennen Sie daran, dass die Adresse der Hompage keine „http“ sondern eine „https“ Adresse ist. Meistens erscheint zusätzlich in der Statusleiste Ihres Browsers (am unteren Bildschirmrand) das Abbild eines Schlosses.
Weitere Ratschläge beim Zahlen mit Kreditkarte:
- Speichern Sie nie wichtige Informationen in Zusammenhang mit der Kreditkartenzahlung auf Ihrem Computer ab (z.B. Benützername);
- Sollten Sie eine e-Mail von der Bank erhalten, mit welcher Sie nach weiteren persönlichen Daten gefragt werden, versichern Sie sich, dass die e-Mail auch wirklich von der Bank geschickt worden ist;
- Vermeiden Sie stets die Abspeicherung des Passwortes auf Ihrem Computer;
- Tätigen Sie nie den Internetkauf und die Kreditkartenbezahlung von einem öffentlichen Computer aus;
- Löschen Sie nach erfolgter Kreditkartenzahlung sämtliche temporäre Internetdateien und cookies aus Ihrem Computer;
- kontrollieren Sie sämtliche Kreditkartenabrechnungen in den nächsten Monaten auf Unregelmäßigkeiten.

Im Fall eines Missbrauchs Ihrer Kreditkartennummer müssen Sie jedoch den Schaden nicht ganz alleine tragen: so sieht der italienische Gesetzgeber vor, dass das Kreditkarteninstitut den KonsumentInnen die Differenz zwischen dem tatsächlich abgebuchten Betrag und dem niedereren vereinbarten Preis wieder gutschreiben muss, jedoch nur, wenn der Verbraucher den Nachweis erbringt, dass ein höherer Betrag wie der geschuldete abgebucht worden ist. Dasselbe gilt auch bei betrügerischem Missbrauch der Kreditkarte durch den Anbieter oder einen Dritten.

b) Nachnahme:

Diese Zahlungsart beinhaltet für die KonsumentInnen das wohl geringste Risiko, da erst bezahlt werden muss, wenn man die Ware erhält.
Schwierigkeiten könnte nur die Tatsache bereiten, dass man bei der Lieferung anwesend sein und das Geld bar zu Hause haben muss.
Sehr häufig ist jedoch eine Bezahlung per Nachnahme gar nicht möglich.

c) Überweisung:

Innerhalb der Europäischen Union dürfen ab dem 01.07.2003 für Überweisungen bis zu einem Betrag von Euro 12.500 (ab Anfang 2006 bis max. Euro 50.000) innerhalb der „Euro Zone“ nicht mehr Gebühren verlangt werden als für eine Inlandsüberweisung. Zu diesem Zweck benötigen Sie die internationalen Bankkoordinaten (IBAN und BIC- oder SWIFT-Code) des Anbieters. Die Überweisung muss als EU Überweisung vorgenommen werden, und darf keine Weisungen beinhalten (Spesenfrei für den Empfänger, mit Benachrichtigung des Begünstigten,...). Auch die EWR Staaten (Island, Lichtenstein und Norwegen) haben diese Bestimmungen übernommen, jedoch ist der entsprechende Beschluss noch nicht in Kraft.
Bei Überweisungen in das außereuropäische Ausland, wie z.B. in die USA können sehr hohe Gebühren anfallen, denen Rechnung zu tragen ist.

Vor allen Dingen bei Überweisungen in Nicht EU-Länder sollten Sie sich vorab bei Ihrer Bank erkundigen, welche Gebühren anfallen.



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Ratgeber E-Commerce - Stand: Dezember 2004



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