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Europäische Verbraucherzentren machten sich 2010 für 71.000 Verbraucher starkJahresbericht 2010 des ECC-Net veröffentlichtDas Netz der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) stand 2010 Verbrauchern in mehr als 71.000 Fällen kostenlos mit Rat und Tat zur Seite; laut Jahresbericht 2010 ist die Zahl der bearbeiteten Vorgänge damit gegenüber 2009 um 15% angestiegen. Jede dritte Beschwerde richtete sich gegen einen Verkehrsdienstleister, davon rund 60% gegen Fluggesellschaften (was teilweise auf die Vulkanaschewolke zurückzuführen war). Über die Hälfte der bearbeiteten Beschwerden entfielen auf Online-Käufe.Der Kommissar für Gesundheit und Verbraucher John Dalli bemerkte hierzu: "Die Europäischen Verbraucherzentren sind ein gutes Beispiel für den Mehrwert, den die EU den europäischen Bürgerinnen und Bürgern bieten kann, denn keine einzelstaatliche Einrichtung ist in der Lage, den Verbrauchern bei Problemen auf dem EU-weiten Markt im Alleingang zu helfen. Es freut mich sehr, dass immer mehr Verbraucher auf die Verbraucherzentren aufmerksam werden und dort Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme erhalten." Ist es Ihnen schon mal passiert, dass Ihnen ein mangelhaftes Produkt nicht ersetzt oder repariert wurde, oder dass Ihnen Ihre Fluggesellschaft bei Streichung Ihres Flugs das Geld nicht erstattet und Ihnen keinerlei Unterstützungsleistungen angeboten hat? Wenn Sie das Produkt oder die Dienstleistung von einem Anbieter in einem anderen EU-Mitgliedstaat (einschließlich Norwegen und Island) erworben haben, kann Ihnen das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) in Ihrem Land weiterhelfen. Der Jahresbericht 2010 des Netzes der Europäischen Verbraucherzentren, der am 6. Juni 2011 veröffentlicht wurde, gibt Aufschluss darüber, wie das Netz die Verbraucher 2010 unterstützt hat und welche Entwicklungen es bei den Verbraucherbeschwerden gibt. Im Jahr 2010 bearbeiteten die Zentren über 71.000 Verbraucherbeschwerden; dies sind über 15% mehr als 2009 (60.000 Beschwerden). Seit seiner Einrichtung im Jahr 2005 hat das Netz insgesamt rund 350.000 Verbraucher unterstützt. Jede dritte der vom Netz bearbeiteten Beschwerden (33,2%) bezog sich auf den Verkehrssektor (10% mehr als 2009); 57% dieser Fälle betrafen die Fluggastrechte. Die Sperrung des Luftraums infolge der Vulkanaschewolke hatte ihren Anteil hieran. Auf Online-Geschäfte entfiel über die Hälfte aller Beschwerden, die 2010 vom Netz bearbeitet wurden (56,2%); dies entsprach in etwa dem Stand von 2009 (55,9%). Das EVZ Bozen bewältigte 2010 mehr als 4.300 Verbraucheranfragen. Die Hauptthemenbereiche waren: Reisen 29,82% gefolgt von den Online-Käufen 17,25%, 6,83% entfielen auf den Autoimport. Ein Beispielfall, in welchem das EVZ Bozen helfen konnte: Herr Rossi kaufte bei einem norwegischen Unternehmen mehrere Fußballtickets für die WM in Südafrika für insgesamt 10.000 Euro und zahlte 7.000 Euro an. Da die versprochene Lieferung jedoch ausblieb, forderte Hr. Rossi die Rückerstattung der Anzahlung - ohne Erfolg. Nun wandte er sich an das EVZ Italien, das seine Beschwerde dem EVZ Norwegen weiterleitete. Aufgrund der großen Anzahl an ähnlichen Beschwerden leitete dieses die Fälle an eine norwegische Schlichtungsstelle weiter, die entschied, dass das Unternehmen den Konsumenten die gezahlten Beträge zurückerstatten muss. Nach einigen Monaten bekam Herr Rossi die 7.000 Euro erstattet. Der vollständige Jahresbericht 2010 ist im Internet (in englischer Sprache) abrufbar: link. Bozen, 07.06.2011 Presse-Information
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