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Ferngesteuerter Modellhubschrauber fängt Feuer - gefährliches Spielzeug?






Ferngesteuerter Modellhubschrauber fängt Feuer - gefährliches Spielzeug?

Europäisches Verbraucherzentrum Bozen meldet Vorfall dem Ministerium zwecks entsprechender Untersuchungen

Vor einigen Tagen wandte sich eine südtiroler Mutter an das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Bozen und berichtete über einen im Kinderzimmer ihres Sohnes ausgebrochenen Brand: der ferngesteuerte Modellhubschrauber hatte Feuer gefangen, dabei einiges zerstört, vor allem aber bei der ganzen Familie einen großen Schrecken hinterlassen.

Der Helikopter war in Bozen auf einer Messe bei einem österreichischen Verkäufer gekauft worden. Wie bereits einige Male vorher hatte das Kind am Abend sein Spielzeug zum Aufladen an das Ladegerät angeschlossen, es nach dem Aufladen ausgesteckt, auf sein auf dem Nachtkästchen stehendes Radio gestellt und war dann eingeschlafen. Von einer Welle aus Hitze und Licht war der Minderjährige unsanft aus dem Schlaf gerissen worden: der Hubschrauber hatte Feuer gefangen! Die Schreie des jungen Verbrauchers weckten die Mutter, die ihm sofort zur Hilfe eilte und der es gelang, das Feuer mit einer Decke zu löschen. Abgesehen von einer schwarzen Wand, einem geschmolzenen Hubschrauber und einem zerstörten Radio, bleibt die Verwunderung und vor allem der große Schrecken.

Das EVZ Bozen hat den Vorfall sofort dem Ministerium für die wirtschaftliche Entwicklung, bei welchem die RAPEX-Kontaktstelle angesiedelt ist, gemeldet: bei RAPEX handelt es sich um das europäische Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte, welche keine Lebensmittel sind (davon ausgenommen sind Nahrungs- und Arzneimittel sowie medizinische Geräte), das dank der Zusammenarbeit zwischen den Staaten der EU dafür sorgt, dass Informationen über in den Mitgliedstaaten gefundene, für die Sicherheit und Gesundheit der Konsumenten gefährliche Produkte, schnell verbreitet werden.

Wenn das Ministerium am Ende der Untersuchungen das Produkt als gefährlich erachtet, wird es die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Risiken für die Verbraucher zu beseitigen, in dem das Produkt vom Markt genommen, eine Rückrufaktion für bereits verkaufte Produkte gestartet oder eine Warnung ausgesprochen wird; in der Folge informiert die nationale Kontaktstelle die Europäische Kommission (die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz) über das gefährliche Produkt sowie dessen Risiken. Zudem hat das EVZ Bozen die Kollegen des Europäischen Verbraucherzentrums Österreich um Hilfe gebeten, da das Produkt von einem österreichischen Händler gekauft wurde: auch die österreichischen Kollegen haben den Vorfall der zuständigen Behörde (Produktsicherheitsbeirat) gemeldet, welche sich mit dem Verkäufer in Verbindung setzen wird.

2009 wurden über das Schnellwarnsystem RAPEX 1.993 gefährliche Produkte gemeldet (ein Anstieg um 7% gegenüber 2008); mit 472 Meldungen (28% insgesamt) betrafen die häufigsten Meldungen gerade das Spielzeug (es folgen Bekleidung (395), Kraftfahrzeuge (146) und Elektroartikel (138)). Etwa 20% der gemeldeten Produkte wurde in Europa hergestellt, 60% in China. Auf der Internetseite der Europäischen Kommission wird jeden Freitag eine Zusammenfassung der in der EU als gefährlich eingestuften Produkte veröffentlicht, die unter folgendem Link konsultiert werden kann: http://ec.europa.eu.

Wir möchten Sie daran erinnern, dass die Sicherheitskriterien von Spielzeug, d.h., die grundlegenden Sicherheitsanforderungen, denen dieses entsprechen muss, auf europäischer Ebene festgelegt sind. Das Spielzeug, welches diese Sicherheitsanforderungen erfüllt, trägt das Kennzeichen "CE" - deshalb sollte man beim Kauf von Spielsachen stets darauf achten, dass das ausgewählte Produkt dieses Kennzeichen trägt!



Bozen, 22.07.2010
Presse-Information



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