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Europa shoppt onlineDas Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-NET) stellt Studie zu grenzüberschreitenden Internetkäufen vorGrenzenlos einkaufen in Europa - von diesem Angebot machen immer mehr Verbraucher Gebrauch. Was sie auf dem virtuellen Markt erwartet, ob ihre Rechte respektiert werden und welchen Schwierigkeiten sie begegnen könnten hat das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) nun in einer Studie erhoben. "Mystery Shopping" also "Verdeckt einkaufen" lautete die Devise für die Europäischen Verbraucherzentren (EVZ). Die Ergebnisse wurden am heutigen 4. Oktober 2011 präsentiert."Online Cross-Border Mystery Shopping - State of the e-Union" - also etwa "Grenzüberschreitend verdeckt im Internet einkaufen - wie ist der Stand in der e-Union" - ist der Titel des heute veröffentlichten Berichts des Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net). Seit der letzten vergleichbaren Studie im Jahr 2003 hat sich viel getan, der grenzüberschreitende Einkauf ist deutlich besser als sein Ruf. Insgesamt wurden 305 Käufe in den verschiedensten Warenkategorien getätigt (Kleidung, Elektronik, Bücher usw.). In immerhin 94% der Fälle wurde die Ware geliefert, im Jahr 2003 waren es nur 66%. Durchschnittlich mussten die Käufer auch nicht lange auf die Ware warten. In 86% der Fälle wurden innerhalb 14 Tagen geliefert. Dennoch gibt es noch genügend Raum für Verbesserung. Schon bei der Auswahl der Onlineshops stellte es sich heraus, dass viele Händler, ihre Waren nicht an Kunden in anderen EU-Länder liefern wollen. Auch wenn es darum geht, die Verbraucher auf der Webseite über ihre Rechte aufzuklären, kommen nicht alle Händler ihren Pflichten nach: Auf 18% der untersuchten Webseiten findet sich kein Hinweis über das Rücktrittsrecht, bedenkliche 63% der geprüften Webshops klären nicht über die Gewährleistung auf. In 12% der Fällen konnte keine E-Mail Adresse auf der Seite des Webshops gefunden werden. Sprachliche Schwierigkeiten (40% der Shops informieren nur in der Landessprache), unklare Preisangaben (bei 34% Shops war nicht auf Anhieb erkennbar, ob die MwSt. im Preis inbegriffen ist oder nicht) und eine limitierte Akzeptanz der für den Verbraucher sichersten Zahlungsmittel (immerhin 95% der Shops akzeptieren Kreditkarten, jedoch nur 20% eine Barzahlung bei der Lieferung und gar nur 6% die Zahlung per Rechnung) sind weitere Hürden, die den Verbraucher abhalten könnten, seine Einkäufe grenzüberschreitend zu tätigen. Dass der Verbraucher bei Internetkäufen ein Rücktrittsrecht hat, hat sich mittlerweile auch bei den Onlineshops herumgesprochen. 2003 erstatteten nur 68,5% der Verkäufer den Preis zurück, heute sind es immerhin schon 90%. Das Europäische Verbraucherzentrum Italien hat seit Beginn des Jahres bis heute etwa 390 Fälle von grenzüberschreitenden Internetkäufen betreut. Mit 40% den höchsten Anteil machen jene Fälle aus, bei welchen das Produkt oder die Dienstleistung selbst nicht entsprach (Mängel, Abweichungen von der Bestellung, Schäden, Verweigerung der Lieferung, usw.), bei 25% der Fälle gab es Schwierigkeiten bei der Lieferung (falsches Produkt, Teillieferungen, Verspätungen, usw.), in anderen Fällen waren der Preis oder die Zahlung und damit verbundene Aspekte das Problem (falscher Preis, einseitige Änderungen, zusätzliche Gebühren zusätzliche), oder Ersatzleistungen (verweigerte Gewährleistung, ungenügende Entschädigungen), Vertragsbedingungen und Geschäftspraktiken (irreführend oder aggressiv). Die vollständige Studie ist online verfügbar. Weitere Informationen und Tipps zum Thema Internetkäufe finden Sie in unserer Broschüre E-Commerce. Bozen, 04.10.2011 Presse-Information
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