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Die Falle lauert online - Vorsicht bei allzu verlockenden Angeboten im Internet!

Viele Verbraucher haben mittlerweile das Internet als grenzenloses Einkaufszentrum für sich entdeckt. Das Angebot ist kunterbunt und buchstäblich grenzenlos. Professionelle Anbieter reihen sich neben Gelegenheitsverkäufer; wer sich die Zeit nimmt und die Preise samt Nebenkosten genau vergleicht, kann so manches Schnäppchen für sich ergattern. Doch auch beim Online-Shoppen gilt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt, und auf den, der allzu Billiges bestellt, wartet mitunter eine unangenehme Überraschung!

Schlimm erging es einem Konsumenten, der sich vor einiger Zeit an das Europäische Verbraucherzentrum Italien - Büro Bozen gewandt hatte. Er hatte im Internet ein äußerst verlockendes Angebot des beliebten iPhones gefunden und zahlte zunächst 400 Euro (davon saftige 50 Euro für den Versand aus England), für die Überweisung des Betrags wurde der Bargeldtransferservice Western Union genutzt. Daraufhin wurde er vom abgeblichen Verkäufer kontaktiert, der ihm sogar 8 Stück zu einem unschlagbar günstigen Preis anbot. Der Verbraucher willigte ein und zahlte nochmals. Auf die Lieferung wartete er zwar vergebens, er überwies jedoch weitere Beträge für Zollgebühren, Mehrwertssteuer, Frachtgebühren usw. Als es ihm schließlich zu bunt wurde und er Verdacht schöpfte, hatte er bereits 4.500 Euro überwiesen. Dem Verbraucher konnte nur noch geraten werden, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Auch wer Autos oder Motorräder im Internet kaufen oder verkaufen will, sollte seine Augen unbedingt offen halten und seinen Hausverstand nicht ausschalten. Ein Verbraucher berichtete uns, dass er im Internet auf ein verdächtiges Angebot gestoßen war. Gerade mal 4.000 Euro sollte der Gebrauchtwagen im Topzustand kosten, dabei hätte dieser eigentlich einen Marktwert von 13.000 Euro. Auch dieses Mal kam der Anbieter angeblich aus England, das Auto hatte aber auf dem Foto ein deutsches Nummernschild. Als Erklärung dafür gab er an, er sei erst kürzlich von Deutschland nach England umgezogen und wolle sein Auto so bald wie möglich loswerden, da es für den Linksverkehr nicht geeignet sei. Wiederum sollte die Bezahlung mittels Western Union erfolgen; der Käufer sollte das Geld an eine Filiale in London senden und als Empfänger seinen eigenen Namen angeben. Außerdem sollte er eine eingescannte Kopie der Versandbestätigung an den Verkäufer schicken. Dies sollte angeblich gewährleisten, dass - nach der Begutachtung des Autos - nur der Käufer selbst das Geld in London abholen kann. Dem ist aber leider nicht so. Hätte der Verbraucher nicht sofort Verdacht geschöpft und wäre er den Anweisungen gefolgt, wäre er jetzt um 4.000 Euro ärmer; sein Traumauto hätte er natürlich nie zu Gesicht bekommen.

Darum gilt: Hände weg, wenn bei Internetkäufen oder beim Abschluss anderer Verträge Bargeldtransfers mittels Western Union oder Money Gram verlangt werden! Befolgt man diesen Grundsatz, ist man schon gegen viele Betrügereien gewappnet. Diese Bargeldtransferservices sind für Zahlungen an Unbekannte ungeeignet und werden oft für Gaunereien missbraucht.
Außerdem: Wird die gewünschte Ware vom Verkäufer zu einem äußerst günstigen, ja geradezu unrealistischen Preis angeboten, dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Niemand hat etwas zu verschenken, auch nicht im Internet!

Weitere Informationen erhalten Sie beim Europäischen Verbraucherzentrum in Bozen (Tel. 0471-980939, Montag bis Freitag, 8-16).


Bozen, 28.04.2010
Presse-Information



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