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ECC-NetE-Commerce Report 2007 liegt vorDer grenzüberschreitende Einkauf auf Europas virtuellem Marktplatz im Internet wird für immer mehr europäische Verbraucher zur Selbstverständlichkeit. Die Auswahl ist schier unerschöpflich, der Preis gar manches Mal günstiger als im Geschäft. Nicht immer nimmt die virtuelle Shoppingtour jedoch ein glückliches Ende und die unzufriedenen Käufer wenden sich an eines der 29 Europäischen Verbraucherzentren (EVZ). Nun wurde in Brüssel wieder Bilanz gezogen: Der 4. E-Commerce Jahresbericht des Netzwerks der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) liegt nun vor.Bei über der Hälfte der 25.030 im Jahr 2007 bei den Europäischen Verbraucherzentren eingegangenen grenzüberschreitenden Reklamationen, wurde E-Commerce als Verkaufsmethode angegeben. Insgesamt waren es 13.639 Euro-Verbraucher, die sich nach einem Internetkauf oder nach Inanspruchnahme einer Dienstleistung im Internet Hilfe suchend an das ECC-Net gewandt haben. Ein nicht unerheblicher Teil der Beschwerden betraf dabei den Reisesektor sowie Internet Auktionen, welche aber nicht Thema der Studie waren. Wie auch die Jahre zuvor, lag das Hauptproblem (50% der Fälle) bei der Lieferung der Ware (von diesen 50% entfielen wiederum 88% auf deren Nicht-Lieferung). Im E-Commerce Bericht 2005 lag dieser Prozentsatz noch bei 38%. In einem Viertel der Beschwerdefälle entsprach das gelieferte Produkt nicht den Erwartungen, entweder weil es defekt war, nicht dem eigentlich Bestelltem entsprach oder nicht die beschriebenen Eigenschaften besaß. Was den Produkttyp anbelangt, liegen elektronische Geräte wie Kameras, MP3-Player, Computer und Zubehör an erster Stelle. Elektronische Waren mit ihren komplexen technischen Komponenten und detaillierten technischen Beschreibungen sind naturgemäß öfter als andere Waren von Gewährleistungsmängeln betroffen. Außerdem wurde beobachtet, dass gerade bei diesen eher teuren Waren verhältnismäßig oft betrügerisches Verhalten der Anbieter im Spiel war. Ein weiterer Trend der letzten Jahre bestätigte sich: auch dieses Mal ist Deutschland mit 44% an der Spitze der Herkunftsländer der Internetverkäufer, mit denen es Probleme gab, gefolgt von Frankreich (12%) und Großbritannien (10%). Auch das EVZ in Bozen kann ähnliche Statistiken aufweisen. Bei 44% der Fälle wurde E-Commerce als Verkaufsmethode angegeben. Ganze 420 Mal haben sich Opfer von Kostenfallen im Internet an uns gewandt. Kostenfallen nehmen eine Sonderposition im Report ein, da speziell deutschsprachige Konsumenten betroffen sind (viele solcher Fälle traten auch in Deutschland, Österreich und Luxemburg auf). Es handelt sich dabei vorwiegend um deutschsprachige Internetseiten, die verschiedenste Dienstleistungen anbieten und die Hinweise über die Kostenpflichtigkeit erfolgreich verstecken; die Rechnung erhalten die Verbraucher erst nach Ablauf der Widerrufsfrist. Für weitere Informationen zum Thema "grenzüberschreitender Einkauf und Dienstleistungen im Internet" können Sie sich an das EVZ in Bozen wenden, mittels E-Mail (info@euroconsumatori.org) oder unter der Telefonnummer 0471/980939 von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr. Link zum E-Commerce Report 2007 Bozen, 24.06.2008 Presse-Information
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