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Neue Maßnahmen gegen Horrorrechnungen für Datenroaming seit 1. Juli in Kraft - auch telefonieren im EU-Ausland jetzt günstiger

Rechtzeitig zu Beginn der Hauptferienzeit sind die neuen EU-Obergrenzen, mit denen das Telefonieren im EU-Ausland günstiger wird, in Kraft getreten. Sowohl der Höchstpreis für ausgehende als auch für eingehende Anrufe wurde gesenkt. Auch Horrorrechnungen für mobiles Internetsurfen gehören nun der Vergangenheit an.

Seit 1. Juli 2010 können nun Urlauber und Geschäftsleute unbesorgt in einem anderen EU-Staat mit ihrem Handy im Internet surfen, ohne befürchten zu müssen, angesichts einer astronomischen Rechnung vor Schreck in Ohnmacht zu fallen. Fast unglaubliche Beispiele wie jenes des bedauernswerten britischen Studenten, der sich während seines Auslandsstudienaufenthaltes mit einer Rechnung von fast 9.000 Euro für Datenroaming in einem einzigen Monat konfrontiert sah, gehören nun der Vergangenheit an.

Es gilt nun automatisch eine Obergrenze von 50 Euro plus Mehrwertsteuer, in Italien also von 60 Euro, wobei der Kunde auch eine andere Obergrenze wählen kann. Sobald die Kosten 80% des gewählten Betrags erreicht haben, erhält er vom Mobiltelefonanbieter eine Warnmeldung. Wenn die Obergrenze erreicht wurde, muss der Anbieter die Internetverbindung unterbrechen, sofern der Nutzer nicht ausdrücklich erklärt, dass er die Nutzung fortsetzen möchte.
Auch darf der Preis, den die Bertreiber untereinander je heruntergeladenem Megabyte (MB) bezahlen, nun nicht mehr als 80 Cent/MB (bisher waren es 1 Euro/MB) betragen; im Juli 2011 wird der Höchstpreis auf 50 Cent/MB reduziert.

Seit Anfang des Monats können Reisende im EU-Ausland auch günstiger telefonieren, da EU-weit der Höchstpreis für einen ein- und ausgehenden Roaminganruf gesenkt wurde. Während bei einem ausgehenden Anruf der Höchstpreis nun bei 39 Cent/Minute ohne Mehrwertsteuer liegt (bisher waren es 43 Cent/Minute ohne MwSt.), darf ein eingehender Anruf nur noch 15 Cent/Minute ohne Mehrwertsteuer (bisher 19 Cent/Minute ohne MwSt.) kosten. Ab 1. Juli 2011 werden diese Höchstpreise erneut gesenkt: für ausgehende Anrufe auf 35 Cent/Minute (ohne MwSt.), für eingehende Anrufe auf 11 Cent/Minute (ohne MwSt.) Der Höchstpreis für das Versenden einer SMS liegt weiterhin bei 11 Cent (ohne MwSt.).
Auch der Empfang einer Nachricht auf der Mailbox ist nun kostenlos; der Mobilfunkanbieter darf aber für das Abhören der Nachricht weiterhin ein Entgelt verlangen.

Sollte sich der Mobiltelefonanbieter nicht an die Kostenobergrenzen halten, können sich die Verbraucher an den nationalen Regulierer wenden, in Italien also an die Aufsichtsbehörde für die Kommunikation (Autorità per le Garanzie nelle Communicazioni - Agcom).

Diese neuen Höchstpreise gelten jedoch nicht außerhalb der EU wie beispielsweise in der Schweiz, Kroatien oder in der Türkei, da die Roaming-Verordnung (Nr. 544/2009) nur innerhalb der EU gilt. Dort sollte man sein Handy mit Bedacht nutzen, um keine unangenehmen und teuren Überraschungen zu erleben.


Bozen, 05.07.2010
Presse-Information



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