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Europäische Kommission -Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher


Die Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher, kurz DG Sanco (Directorate General for Health and Consumers), ist eine der verschiedenen Generaldirektionen der Europäischen Kommission.

Jede Generaldirektion ist für einen bestimmten Politikbereich zuständig und wird von einem Generaldirektor geleitet, der einem Kommissionsmitglied gegenüber verantwortlich ist.

Die Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz ist bis Ende 2009 zwei EU-Kommissarinnen unterstellt: der EU-Kommissarin für Verbraucherschutz Meglena Kuneva sowie der EU-Kommissarin für Gesundheit Androulla Vassiliou.

Ab 2010 wird John Dalli aus Malta neuer EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz.

Aufgabenbereich:

Hauptaufgabengebiete der DG Sanco sind dabei die

Gesundheitsförderung
Verbraucherpolitik, also das Heranbilden von mündigen und organisierten Verbrauchern
Aufrechterhaltung hoher Lebensmittel-Sicherheitsstandards

Bei der Gesundheitsförderung wird das Augenmerk vor allem auf die Bekämpfung von Übergewicht, Tabakkonsum und alkoholbedingten Gesundheitsschäden, die Eindämmung von HIV/AIDS, die Verbesserung der Sicherheit und der Qualität bei Gesundheitsdienstleistungen gelegt.

Die DG Sanco hat sich zudem zum Ziel gesetzt, das Vertrauen der Konsumenten in den erweiterten Binnenmarkt zu stärken; primär durch den Ausbau von Verbrauchernetzwerken, die Sensibilisierung für die Bedeutung von Rechtsvorschriften und die konsequente Kontrolle ihrer Anwendung, die Durchsetzung bestehender Rechtsvorschriften und die Ahndung von Verstößen.

Im Bereich der Lebensmittel-Sicherheitsstandards wird eine effektive Umsetzung der Rechtsvorschriften innerhalb der EU angestrebt und versucht, Drittländer bei der Anhebung der Gesundheits- und Nahrungsmittelstandards zu unterstützen.

Die Verbraucherpolitik der Generaldirektion zielt darauf ab, die Konsumenten besser und umfangreicher zu informieren, um den grenzüberschreitenden Konsum zu fördern und die Verbraucher auf ihre Rechte aufmerksam zu machen. Die Verbraucherausgaben machen nämlich 60% des Gesamtumsatzes im EU-Binnenmarkt aus, aber nur jeder fünfte Konsument weiß, dass er in jedem Mitgliedsland die gleichen grundlegenden Verbraucherrechte geltend machen kann, und nur ein Drittel der EU-Bevölkerung ist darüber informiert, dass sie EU-weit über Garantien für die Sicherheit erworbener Produkte verfügt.

Wenn auch die wichtigsten Verbraucherrechte in der ganzen EU gleich sind, so weichen dennoch die Rechtsvorschriften der einzelnen Mitgliedstaaten nach wie vor deutlich voneinander ab, was natürlich für Verwirrung bei den Verbrauchern sorgt, da sie nicht überall die gleichen Rechte genießen.

Das mangelnde Vertrauen der Konsumenten darauf, dass ihre Rechte außerhalb des Heimatlandes EU-weit geschützt sind, scheint eine der größten Hemmschwellen beim grenzüberschreitenden Einkauf zu sein, und einer Gründe wieso nur 12% der Bürger außerhalb ihres Wohnlandes einkaufen, und dies zumeist nur im Rahmen eines Urlaubes.

Die DG Sanco möchte mit ihrer Tätigkeit sowohl das Verbrauchervertrauen, als auch die Effektivität der Verbrauchergesetzgebung stärken.

Aus diesem Grund haben die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten im Jahr 2005 das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) initiiert, welches der DG Sanco untersteht, und zu dem auch das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Italien, Büro Bozen, gehört. Derzeit gibt es 29 Europäische Verbraucherzentren, was bedeutet, dass jedes EU-Mitgliedsland sowie Norwegen und Island über ein Zentrum verfügen.

Zum Aufgabenbereich des EVZ gehört die Information und Beratung bei Fragen zum grenzüberschreitenden Konsum, die Unterstützung bei der außergerichtlichen Lösung von Verbraucherbeschwerden sowie die Information über die Möglichkeit einer alternativen Streitbeilegung (ADR - Alternative Dispute Resolution).

Aufgrund des täglichen, direkten Kontaktes den das ECC-Net mit dem Verbraucher hat, kann es der Politik auf nationaler und EU-Ebene wichtige Inputs für die Verbraucherpolitik liefern.

Nach Aussage der EU-Kommissarin für Verbraucherschutz, Meglena Kuneva, ist das ECC-Net eine der wichtigsten Einrichtungen zur Stärkung der Bürger, damit diese ihre Rechte in vollem Umfang nutzen können.

Weitere Informationen zur Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/index_de.htm




Stand 11-2009
Nr. 64



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