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Fünfjahresbericht des Netzwerks der Europäischen Verbraucherzentren veröffentlichtSeit nunmehr fünf Jahren steht das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) den Verbrauchern zur Seite. In den Jahren 2005 bis 2009 hat das Netzwerk an die 270.000 Anfragen und Beschwerden zum grenzüberschreitenden Konsum bearbeitet, dies geht aus einem Bericht hervor, der zum fünfjährigen Bestehen des ECC-Nets verfasst und nun von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde. Den 29 Europäischen Verbraucherzentren gelingt es immer wieder, bei Verbraucherbeschwerden auf gütlichem Wege eine Einigung herbeizuführen (in 48% aller Fälle im Jahr 2009). Kommt keine gütliche Einigung zustande, so wird die Beschwerde in der Regel weiterverwiesen, etwa an Stellen für alternative Formen der Streitbeilegung (ADR) oder an die für die Rechtsdurchsetzung zuständigen nationalen Instanzen. Die Zahl der Verbraucheranfragen ist von etwa 43.000 im Jahr 2005 kontinuierlich auf über 60.000 im Jahr 2009 angestiegen. In Geldwert ausgedrückt bezifferte sich das Volumen der Streitigkeiten, die gütlich (in Form von Erstattungen oder Entschädigungen) beigelegt werden konnten, im Jahr 2008 auf insgesamt 3,5 Millionen Euro. Das Europäische Verbraucherzentrum Italien kann dabei von allen EVZ am zweitmeisten Informationsanfragen und behandelte Fälle vorweisen (7.169 allein im Jahr 2009). Bei den meisten Beschwerden im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Einkäufen geht es nach wie vor um Online-Bestellungen. Auf sie allein entfielen 2009 55,9% der beim Netzwerk insgesamt eingegangenen Reklamationen. Die Wirtschaftszweige mit den meisten Konsumentenbeschwerden waren hingegen der Verkehr (30,6% aller Beschwerden im Jahr 2009), Freizeit und Kultur (26,2%) sowie Restaurants und Beherbergungsbetriebe (13,3%). Bei den Beschwerden über Beförderungsleistungen ging es in über drei Viertel der Fälle (75,6%) um den Luftverkehr, z. B. um Erstattungen und Entschädigungen für annullierte Flüge oder abhanden gekommenes Gepäck. Die Probleme der Verbraucher, die sich bei den EVZ meldeten, betrafen in erster Linie: die Qualität oder Beschaffenheit der Waren bzw. Dienstleistungen (29% im Jahr 2009), die Lieferung (21%), das Vertragsverhältnis (18%), z. B. die Rücktrittsbedingungen. Rückläufig war hingegen die Zahl der Beschwerden über unlautere Geschäftspraktiken und Verkaufsmethoden. Anlässlich der Vorstellung des Berichts erklärte der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik John Dalli vor den Direktoren der EVZ: "Die Europäischen Verbraucherzentren sind ein wichtiges Sicherheitsnetz für Verbraucher in der EU, die die Vorteile des Binnenmarkts nutzen möchten und deshalb außerhalb ihres Landes nach günstigeren Angeboten und größerer Auswahl suchen. Dank des einzigartigen ECC-Nets können sie im eigenen Land und in ihrer eigenen Sprache wirksame und unentgeltliche Hilfe in Anspruch nehmen, egal in welchem EU-Mitgliedstaat sie ein Problem haben." Abschließend stellte Dalli fest: "Wenn gefragt wird, was die EU konkret für Verbraucher tut, lässt sich als Paradebeispiel die Arbeit des ECC-Nets anführen." Weitere Informationen über die EVZ und den kompletten Fünfjahresbericht sind unter http://ec.europa.eu/consumers/ecc/index_en.htm verfügbar. Presse-Information 14.10.2010
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